Gewesslers Gas-Politik: Bald kommt der Preisschock!

Gewesslers Gas-Politik: Bald kommt der Preisschock!

Als der juristische Streit zwischen der russischen Gas-Lieferfirma Gazprom und der heimischen OMV im Herbst eskalierte und in der Folge die Gaslieferungen aus Russland ausblieben, tat Österreichs schwarz-grüne Bundesregierung wenig, es gab keinen einzigen Versuch der Politik, mit der russischen Seite eine Fortsetzung der Gaslieferungen auszuverhandeln.

Klima- und Energie-Ministerin Leonore Gewessler versuchte in einem Statement am 15. November 2024 zu beschwichtigen: „Österreich hat sich lange auf diese Situation vorbereitet. Unsere Energieversorgung ist sicher.“ Und: „Die heimischen Gasspeicher sind voll. Dort lagert aktuell mehr als ein Jahresverbrauch Österreichs. Die Pipelines aus Italien und Deutschland bieten genügend Kapazität für den Import von nicht-russischem Erdgas.“

Schon damals erinnerten sie andere X-User, dass ein Drittel des österreichischen Speichervolumens gar nicht Österreich gehört. Von dem Füllstand von 93 % im Spätherbst sind laut den Daten der Experten von AGSI+ aktuell nur noch 58,8 % vorhanden – im Vorjahr lag der Speicherstand um diese Zeit bei 81 %. Und jetzt kommen noch richtig kalte Wochen auf das Land zu. In Österreich dürfte zwar das Gas nicht komplett ausgehen – aber es wird zu massiven Teuerungen in dieser Krisensituation kommen.

Preisschock kommt mit Abrechnungen im Sommer

Der renommierte Energie-Experte Johannes Benigni warnt dazu jetzt in einem Interview vor einem Schockmoment im Sommer: „Das große Aha bei der Gasversorgung kommt im Sommer“, sagt er. Die Preis steigen weiter stark an – die Endkunden werden von extrem schmerzhaften Abrechnungen ihrer Energie-Versorger überrascht werden.

Außerdem hätte das Gas, das nun zu uns kommt, habe eine schlechtere Qualität, sagt der Energie-Experte.

Benigni sieht auch in zu hohen Gas-Importen aus den USA eine Gefahr, berichtet oe24: „Stellen Sie sich vor, die Amerikaner besetzen Grönland und die EU will die USA sanktionieren. Im Fall von Russland waren wir das letzte Mal nicht vorbereitet und wurden von den Sanktionen überrumpelt. Die Energiepreise sind massiv nach oben gegangen. Das sollte uns nicht noch einmal passieren.“

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