Gewessler legt 3-Punkte-Plan vor: So will sie die Strompreise endlich drücken

Gewessler legt 3-Punkte-Plan vor: So will sie die Strompreise endlich drücken

Die österreichische Energieministerin Leonore Gewessler präsentiert einen ambitionierten Dreischritt, der die Stromkosten für Haushalte und Unternehmen merklich senken soll. Nach Monaten steigender Preise und wachsender Verärgerung verspricht die Grünen-Politikerin jetzt eine Entlastung, die viele Bürger sehnsüchtig erwarten.

1. Punkt: Förderungen gegen Strompreis-Explosion

Gewessler setzt auf gezielte Förderungen, um den Anstieg der Stromkosten abzufedern. Wie der Ministerratsvortrag zeigt, sollen Hilfen befristet und gezielt an jene ausgezahlt werden, die von den hohen Preisen am stärksten betroffen sind. So will man „den Anstieg der Strompreise infolge der Einbeziehung bestimmter Kosten in den Strompreis ausgleichen“ (Parlament.gv.at). Das soll vor allem Haushalte und kleine Unternehmen entlasten, die sich nicht einfach auf höhere Rechnungen einstellen können.

2. Punkt: Steuerliche Entlastungen für Unternehmen

Ein weiterer Baustein des Plans betrifft die Stromsteuer. Für produzierende Betriebe und Landwirte ist eine dauerhafte Senkung der Stromsteuer vorgesehen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und Arbeitsplatzverluste zu vermeiden. Die Bundesregierung hat diesen Schritt bereits angekündigt, um die Energiekosten spürbar zu senken (Bundesfinanzministerium). Gerade die Industrie hatte zuletzt lautstark vor steigenden Kosten gewarnt.

3. Punkt: Ausbau Erneuerbarer Energien als Preistreiber-Bremse

Der dritte Teil des Plans setzt auf die Energiewende als langfristige Lösung. Gewessler will den Ausbau von Photovoltaik und anderen erneuerbaren Quellen massiv forcieren, denn jede zusätzliche Kilowattstunde Sonnenstrom verdränge teure und CO2-intensive fossile Energieerzeugung, erklärt die Österreichische Energieagentur. Das senke den Marktpreis für Strom nachhaltig und mache Österreich unabhängiger von volatilen internationalen Energiemärkten (Agora Energiewende).

Gewessler unter Druck – und mit klaren Ansagen

Die Ministerin steht dabei unter hohem politischen Druck. Kritiker werfen ihr vor, nicht schnell genug zu handeln und die Regierung insgesamt für zu wenig Entlastungen verantwortlich zu machen. Gewessler kontert mit dem Hinweis, dass die Regierung bereits mit Strompreisbremsen und anderen Maßnahmen „parallel in Preise eingegriffen“ habe, um die Belastungen abzufedern (Der Standard).

Die Situation bleibt angespannt, denn viele Haushalte spüren die steigenden Kosten trotz aller Maßnahmen. Die Strompreise für Haushalte liegen aktuell je nach Anbieter zwischen 23 und 41 Cent pro Kilowattstunde, was vielen Bürgern zu teuer ist (Energiemagazin.at).


Quellen:

  • Parlament.gv.at: Ministerialentwurf zur Förderung gegen Strompreisanstieg
  • Bundesfinanzministerium: Senkung der Stromsteuer für Unternehmen
  • Agora Energiewende: Erneuerbare Energien senken Strompreise
  • Der Standard: Gewessler über Preisbremsen und Regierungspolitik
  • Energiemagazin.at: Aktuelle Strompreise in Österreich 2025
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