Gerichtsurteil in Griechenland: Staat zahlt 300.000 Euro nach Impf-Todesfall

Gerichtsurteil in Griechenland: Staat zahlt 300.000 Euro nach Impf-Todesfall

Ein griechisches Gericht hat den Staat zu einer Entschädigung von 300.000 Euro verurteilt. Der Grund: Eine Frau starb nach einer AstraZeneca-Impfung. Dieses Urteil könnte weitreichende Folgen haben.

Tragödie nach der Impfung

Die 61-jährige Frau erhielt im Februar 2021 ihre erste Dosis des AstraZeneca-Impfstoffs. Kurz darauf traten schwere Nebenwirkungen auf: Fieber, Kopfschmerzen und Sehstörungen. Innerhalb weniger Wochen entwickelte sie eine Thrombose, die schließlich zu ihrem Tod führte. Laut dem Urteil des Verwaltungsgerichts in Athen war die Impfung kausal für die gesundheitlichen Komplikationen verantwortlich.

Staat in der Verantwortung

Das Gericht argumentierte, dass die Impfkampagne Teil einer nationalen Gesundheitsstrategie war. Obwohl die Impfung offiziell freiwillig war, sah das Gericht den Staat in der Pflicht. Die massive Bewerbung der Impfungen und der soziale Druck hätten eine faktische Verpflichtung geschaffen. Der Staat müsse daher für die Folgen haften.

Aufteilung der Entschädigung

Die Hinterbliebenen – der Ehemann und zwei Töchter – erhalten insgesamt 300.000 Euro. Der Ehemann bekommt 120.000 Euro, die Töchter jeweils 90.000 Euro. AstraZeneca wurde nicht haftbar gemacht, da kein Produktfehler nachgewiesen werden konnte.

Präzedenzfall für weitere Klagen?

Juristen sehen in diesem Urteil einen möglichen Präzedenzfall. Es könnte den Weg für weitere Klagen ebnen, sofern ein direkter Zusammenhang zwischen Impfung und Schaden nachgewiesen werden kann. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hatte bereits 2021 auf seltene Thrombose-Risiken bei AstraZeneca hingewiesen.

Quellen: exxpress.at, novinite.com, report24.news
Credits: APA

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