Seit Montag ist die neue Geräte-Retter-Prämie in Österreich verfügbar – und sie sorgt bereits für großes Interesse! Laut Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) wurden in den ersten Tagen bereits 11.752 Bons beantragt, davon 3.498 eingelöst. Doch was steckt hinter dem Nachfolger des Reparaturbonus, und was hat sich geändert?
Reparieren statt wegwerfen
Die Geräte-Retter-Prämie ist die Antwort auf die wachsenden Müllberge und den steigenden Ressourcenverbrauch. Mit bis zu 130 Euro Förderung pro Reparatur will die Regierung Anreize schaffen, defekte Haushaltsgeräte zu reparieren, statt sie zu ersetzen. Unterstützt werden unter anderem Waschmaschinen, Kühlschränke, Staubsauger und sogar Pflegegeräte wie Rollstühle oder Beatmungsgeräte. Der Fördersatz beträgt 50 Prozent der Reparaturkosten, maximal jedoch 130 Euro. Auch Kostenvoranschläge werden mit bis zu 30 Euro bezuschusst.
Was ist neu?
Im Vergleich zum Vorgänger, dem Reparaturbonus, gibt es einige Änderungen. Fahrräder, E-Bikes, Handys und Unterhaltungselektronik sind nicht mehr förderfähig. Stattdessen liegt der Fokus auf klassischen Haushaltsgeräten und Pflegeprodukten. Laut Totschnig soll die Prämie so „zielgerichteter und kosteneffizienter“ sein. Für die Jahre 2026 bis 2028 stehen jährlich 30 Millionen Euro zur Verfügung.
So funktioniert die Prämie
Privatpersonen mit Wohnsitz in Österreich können die Förderung online auf der Plattform geräte-retter-prämie.at beantragen. Der Bon ist drei Wochen gültig und kann bei teilnehmenden Partnerbetrieben eingelöst werden. Die Förderung wird direkt auf das Konto der Antragsteller überwiesen.
Kritik und Ausblick
Während die Wirtschaftskammer die Prämie als „wichtigen Impuls für Handwerk und Gewerbe“ lobt, gibt es auch kritische Stimmen. Die Reduktion der Fördersumme von 200 auf 130 Euro und die eingeschränkte Geräteauswahl stoßen nicht überall auf Begeisterung. Dennoch zeigt die hohe Nachfrage, dass die Prämie bei den Bürgern gut ankommt.
Quellen: oe24.at, oesterreich.gv.at, wko.at, finanz.at
Credits: APA
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