Geplatztes Gipfeltreffen: Trump und Putin sagen Treffen in Budapest ab

Geplatztes Gipfeltreffen: Trump und Putin sagen Treffen in Budapest ab

Das geplante Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin in Budapest wurde überraschend abgesagt. Ursprünglich sollte der Gipfel eine Gelegenheit bieten, über eine mögliche Lösung des Ukraine-Kriegs zu sprechen. Doch wie die USA Today berichtet, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses, dass ein „produktives Gespräch“ zwischen US-Außenminister Marco Rubio und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow das Treffen überflüssig gemacht habe.

Trump selbst begründete die Absage damit, dass es „nicht danach aussah, als käme man dahin, wo man hinkommen müsste“. Putin hingegen zeigte sich weiterhin offen für ein Treffen, wie er im russischen Staatsfernsehen betonte.

Budapest als umstrittener Austragungsort

Die Wahl Budapests als Ort des Treffens hatte von Beginn an für Diskussionen gesorgt. Ungarns Premierminister Viktor Orbán, der als einer der wenigen EU-Politiker enge Beziehungen zu Russland pflegt, hatte die ungarische Hauptstadt als „den einzig geeigneten Ort“ für solche Gespräche bezeichnet. Doch wie die Deutsche Welle berichtet, stieß diese Entscheidung in Europa auf Kritik. Besonders Länder wie Litauen und Irland äußerten Bedenken, da Putin seit Beginn des Ukraine-Kriegs nicht mehr auf EU-Boden empfangen wurde.

Die EU betonte in einer gemeinsamen Erklärung, dass sie weiterhin geschlossen hinter der Ukraine stehe und Russland zu einem sofortigen Waffenstillstand auffordere.

Neue Sanktionen gegen Russland

Parallel zur Absage des Treffens kündigten die USA neue Sanktionen gegen Russland an. Laut BR24 wurden die beiden größten russischen Ölkonzerne, Rosneft und Lukoil, mit umfassenden Strafmaßnahmen belegt. Diese umfassen unter anderem das Einfrieren von Vermögenswerten in den USA sowie ein Verbot wirtschaftlicher Interaktionen mit den betroffenen Unternehmen. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass die Maßnahmen darauf abzielen, den Druck auf den Kreml zu erhöhen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden.

Auch die EU verschärfte ihre Sanktionen. Bis 2027 soll die Einfuhr von russischem Flüssiggas vollständig eingestellt werden. Moskau reagierte mit scharfer Kritik und drohte mit Gegenmaßnahmen.

Trump und Selenskyj: Uneinigkeit im Weißen Haus

Kurz nach der Absage des Gipfels empfing Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Wie Reuters berichtet, verlief das Treffen angespannt. Trump soll Selenskyj gedrängt haben, russische Forderungen zu akzeptieren, was dieser jedoch ablehnte. Selenskyj bezeichnete das Treffen dennoch als Erfolg, da Trump öffentlich einen Waffenstillstand unterstützte.


Quellen: USA TodayDeutsche WelleBR24Reuters
Credits: APA

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