Genug vom Drogen-Elend: Sorgt ein Alkoholverbot für mehr Sicherheit an der U6-Station?

Genug vom Drogen-Elend: Sorgt ein Alkoholverbot für mehr Sicherheit an der U6-Station?

Wer an der U6-Station Gumpendorfer Straße in Wien aussteigt, blickt dem Elend direkt ins Gesicht. Hier dauert es kaum fünf Minuten, bis man die ersten Süchtigen sieht, die sich neben der vielbefahrenen Straße eine Nadel setzen. Pillen und Pulver wechseln direkt vor den Eingängen der U-Bahn in Sekundenschnelle die Besitzer. Für viele Anwohner rund um das Suchthilfezentrum „Jedmayer“ ist der tägliche Albtraum längst unerträglich geworden.

Spritzen auf Fensterbänken und Angst im Alltag

Anwohner berichten von einer düsteren Alltagsrealität. Auf Fensterbänken werden gebrauchte Spritzen gefunden, und in den Stiegenhäusern werden Drogen ganz offen gehandelt. Aus Angst vermeiden viele Anrainer mittlerweile die Gegend rund um das Zentrum und nehmen dafür weite Umwege in Kauf. Mit den wärmeren Temperaturen verlagert sich die Szene immer mehr in den öffentlichen Raum, bis hinein in den Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus.

Bezirksvertretung schlägt zurück

Doch nun schlägt die Bezirksvertretung Mariahilf zurück und will die Straßen wieder für alle sicher machen. ÖVP-Bezirksparteiobmann Gerhard Hammerer macht klar, dass in der Nachbarschaft jetzt echte Verbesserungen her müssen. Mehrere neue Initiativen wurden durchgesetzt und setzen die Stadtregierung massiv unter Druck.

Direkte Herausforderung an Stadtrat Hacker

Einstimmig wurden zwei bedeutende Anträge beschlossen, die sich direkt an den SPÖ-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker richten. Gefordert werden ein runder Tisch mit allen Fraktionen sowie ein rascher Vor-Ort-Termin mitten im Brennpunkt. „Wir freuen uns auf das Gespräch mit SPÖ-Stadtrat Peter Hacker“, betont Hammerer gegenüber oe24.at und erklärt, dass dies die beste Möglichkeit sei, die Ängste der Anwohner direkt vorzubringen und die Stadt zum Handeln zu bewegen. Suchtkoordinator Ewald Lochner und die Stadtregierung müssten nun endlich Ergebnisse liefern – Warten sei keine Option mehr.

Sicherheitsdienst und Alkoholverbot

Um das Sicherheitsgefühl zurückzubringen, drängt die Bezirksvertretung jetzt auf harte Maßnahmen. Wie oe24.at berichtet, wurde mehrheitlich beschlossen, ein Alkoholverbot rund um die U6-Station zu prüfen. Außerdem werden die Wiener Linien aufgefordert, dauerhaft Sicherheitskräfte in der Station einzusetzen.

Ein kleiner Lichtblick für die gestressten Anwohner: Die neue SPÖ-Bezirksvorsteherin Julia Lessacher hat eine große Anwohnerversammlung für das Frühjahr 2026 zugesagt. Nach jahrelangem Warten sollen die Menschen vor Ort endlich ihre Erfahrungen einbringen und gemeinsam für ein sicheres Grätzel eintreten können.

Quelle: oe24.at

Credits: APA

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