Geld-Koffer-Zoff: FPÖ und Neos im wilden Clinch

Geld-Koffer-Zoff: FPÖ und Neos im wilden Clinch

Es fliegen die Fetzen im hohen Haus und auf Social Media! Zwischen den Freiheitlichen und den Neos herrscht Eiszeit, und der Grund dafür klingt fast wie aus einem schlechten Agentenfilm: Es geht um Koffer voller Bargeld, die angeblich quer durch Europa gekarrt werden.

Der „hartnäckige“ Verdacht

Auslöser für den heftigen Schlagabtausch war eine Pressekonferenz der FPÖ. Dort ließ Generalsekretär Christian Hafenecker eine Bombe platzen. Wie oe24 berichtet, sprach er von einem „hartnäckigen Gerücht“, wonach Regierungsvertreter mit Geldkoffern in die Ukraine fahren würden.

Die Vorwürfe zielen dabei ganz direkt auf die pinke Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ab. Hafenecker und seine Kollegin Susanne Fürst stellten laut Unzensuriert.at den „schlimmen Verdacht“ in den Raum, dass Steuergeld persönlich per Koffer zu Wolodymyr Selenskyj gebracht werde. Der Grund für diese Annahme? Die Anfragen zu den Geldflüssen würden „nicht nachvollziehbar“ beantwortet, so der Vorwurf der Blauen.

„Fake News“ und Instagram-Konter

Die Antwort der Neos ließ nicht lange auf sich warten. Neos-Generalsekretär Douglas „Duxi“ Hoyos holte auf Instagram zum Gegenschlag aus. In einem Video auf Social Media wies er die Anschuldigungen scharf zurück.

„Das sind Fake News, die die FPÖ verbreitet“, wetterte Hoyos.

Hitzige Szenen im Parlament

Auch im Nationalrat ging es rund. Hier sorgte eine Debatte über Ukraine-Hilfen für „dicke Luft“. FPÖ-General Michael Schnedlitz legte nach und behauptete, die Hilfsgelder würden im „Korruptionssumpf der Ukraine“ verschwinden. Er rechnete vor, dass jeder Haushalt 800 Euro mehr hätte, wäre das Geld im Land geblieben.

Außenministerin Meinl-Reisinger ließ das nicht auf sich sitzen. Laut Krone bezeichnete sie die Darstellung, jemand gehe mit einem Geldkoffer durch die Gegend, als „niederträchtig“. Die Regierung arbeite mit verlässlichen Partnerorganisationen zusammen, verteidigte sie die Hilfen, die unter anderem für Wärmezelte und Generatoren genutzt würden.

Forderung nach Transparenz

Der Streit endet hier noch lange nicht. Während die FPÖ laut einer Presseaussendung auf ihrer Webseite einen sofortigen Zahlungsstopp an die Ukraine fordert und Kanzler Stocker (ÖVP) vorwirft, „Steuer-Millionen“ zu verschenken, fordern die Neos Offenlegung.

Hoyos verlangte im Netz: „Liebe FPÖ, legt offen, welchen Vertrag ihr mit Russland habt.“ Die Fronten sind verhärtet, und im Superwahljahr wird hier wohl noch kein Gras über die Sache wachsen.

Quellen: oe24, Kronen Zeitung, Unzensuriert, fpoe.at
Credits: APA

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest
0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x