Gehaltskampf in der Sozialwirtschaft: Gewerkschaften schlagen Alarm!

Gehaltskampf in der Sozialwirtschaft: Gewerkschaften schlagen Alarm!

Wien – Die Kollektivvertragsverhandlungen der Sozialwirtschaft sind in der zweiten Runde spektakulär gescheitert. Die Gewerkschaften GPA und vida unterbrachen die Gespräche am Donnerstag abrupt – und das aus gutem Grund: Das Angebot der Arbeitgeberseite, eine Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent über zwei Jahre, sorgte für Empörung. „Das sind Almosen!“, wetterte Eva Scherz, Chefverhandlerin der GPA, gegenüber der Presse (oe24.at).

„Massiv unter der Inflationsrate“

Die Gewerkschaften hatten bereits im Oktober ein Gehaltsplus von vier Prozent für das kommende Jahr gefordert. Doch das Angebot der Arbeitgeber entspricht gerade einmal 1,25 Prozent pro Jahr – weit unter der aktuellen Inflationsrate. Michaela Guglberger, Verhandlerin der vida, fand klare Worte: „Die Vorstellung, dass der Sozialbereich ohne angemessene Gehälter nachhaltig funktionieren kann, ist absurd“ (vol.at).

Betriebsversammlungen und Streikbeschlüsse

Die Gewerkschaften kündigten an, den Druck massiv zu erhöhen. Betriebsversammlungen, Kundgebungen und sogar Streikbeschlüsse stehen auf der Agenda. „Wir lassen uns nicht mit lächerlichen Angeboten abspeisen“, so Scherz weiter. „Die Arbeit in Pflege, Gesundheit und dem Sozialbereich ist mehr wert“ (vida.at).

Arbeitgeber in der Defensive

Auf der anderen Seite verweist die Arbeitgeberseite auf die schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen. Yvonne Hochsteiner, Chefverhandlerin der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ), kritisierte die Kürzungen auf Bundes- und Landesebene, die den gesamten Sozial- und Pflegebereich „massiv unter Druck setzen“. „Die Versorgungssicherheit ist gefährdet“, hieß es in einer Aussendung (oe24.at).

Nächste Runde am 27. November

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 27. November angesetzt. Bis dahin wollen die Gewerkschaften den Druck weiter erhöhen. Der neue Kollektivvertrag soll ab 1. Jänner 2026 gelten. Ob es bis dahin zu einer Einigung kommt, bleibt fraglich.


Quellen: oe24.atvida.atvol.atheute.at.
Credits: APA

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