Wien, 8. März 2026. Der Internationale Frauentag spaltet die österreichische Politik — nicht in der Frage, ob Gleichstellung wichtig ist, sondern wie man sie erreicht. Die Wiener FPÖ-Frauensprecherin Ulrike Nittmann hat zum heutigen Anlass eine klare Ansage gemacht: Schluss mit PR, her mit echter Politik.
„Kein Tag voller PR-Maßnahmen“
Wie die Aussendung der Wiener FPÖ zum Weltfrauentag festhält, soll der 8. März kein bloßes Symbol bleiben. „Der Weltfrauentag darf kein bloßes Symbol bleiben. Es ist die Aufgabe der Politik und der Gesellschaft, die tatsächliche Gleichstellung zur Realität zu machen — damit wir eines Tages diesen Tag nicht mehr brauchen“, so Nittmann. Fpoe-wien
Die Landtagsabgeordnete benennt dabei konkrete Missstände, die nach wie vor bestehen: Frauen verdienen im Durchschnitt weniger als Männer, leisten den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit und sind in Führungspositionen unterrepräsentiert. Fpoe-wien Ihr Fazit: Gleichberechtigung dürfe keine Frage des Engagements Einzelner sein, sondern müsse durch gesetzliche und strukturelle Veränderungen abgesichert werden.
Teilzeit als Armutsfalle
Ein zentrales Thema in Nittmanns Frauenpolitik ist die finanzielle Unabhängigkeit. Wie aus einer früheren OTS-Aussendung hervorgeht, warnte sie bereits: Über 50 Prozent der berufstätigen Frauen sind in Teilzeit-Arbeitsverhältnissen beschäftigt — das bedeute für viele den sicheren Weg in die Altersarmut. OTS Dieses Thema klingt auch in der aktuellen Aussendung nach: Wirtschaftliche Unabhängigkeit schaffe nicht nur Selbstbewusstsein, sondern auch die Möglichkeit, sich aus gewalttätigen Beziehungen zu lösen.
Auch FPÖ-Vertreter aus Kärnten ziehen dieselbe Linie. Wie das Portal 5 Minuten berichtet, warnt NAbg. Tina Angela Berger: „Die Kombination aus niedriger Bezahlung und Teilzeit ist ein wesentlicher Grund für den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern — mit massiven Folgen für Karrierechancen und Pensionen.“ 5min
Ablehnung von Quoten und Gender-Ideologie
Neben den sozialpolitischen Forderungen positioniert sich die FPÖ klar gegen Quotenregelungen. Berger und di Bernardo betonen: „Wir stehen für Chancengleichheit, aber gegen Zwangsquoten. Entscheidend müssen Leistung, Qualifikation und Einsatzbereitschaft sein — nicht das Geschlecht.“ 5min Was die Partei als „Genderwahn“ bezeichnet, gehe an den Lebensrealitäten vieler Frauen vorbei.
Nittmann selbst erklärte bereits in vergangenen Stellungnahmen via OTS, dass Frauenrechte und Gleichstellung einer neuen Form des Kulturkampfes gleichkommen — und dass man sich gegen eine importierte Kultur, in der Frauenrechte mit Füßen getreten werden, wehren müsse. OTS
Breiter Konsens über Parteigrenzen — unterschiedliche Rezepte
Interessant: In der Diagnose sind sich die Parteien einig, in den Lösungen kaum. Wie heute.at berichtet, kritisierte Grünen-Chefin Leonore Gewessler anlässlich des Weltfrauentags die Regierung scharf: Der Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen enthalte „keinen einzigen zusätzlichen Cent“ — und Grünen-Frauensprecherin Disoski hält fest: „Symbolpolitik schützt keine einzige Frau vor Gewalt.“ Heute.at
Auch NEOS-Frauensprecherin Iris Glanzer, ebenfalls via 5 Minuten zitiert, findet deutliche Worte: „Wenn ich mir die politische Diskussion der letzten Tage rund um den Weltfrauentag so ansehe, habe ich das Gefühl, wir haben das Jahr 1986 — und nicht 2026.“ 5min
Der Rahmen: Ein Frauentag mit globalem Anspruch
Weltweit verfügen Frauen laut UN-Angaben nur über 64 Prozent der gesetzlichen Rechte, die Männern zustehen. Zudem haben 54 Prozent der Länder keine auf Einwilligung basierende gesetzliche Definition von Vergewaltigung. finanzielle Das Motto des heurigen Weltfrauentags lautet entsprechend: „Rights. Justice. Action. For ALL Women and Girls.“
Die Botschaft von Nittmann fügt sich in diesen Rahmen ein — auch wenn ihre Partei andere Schlussfolgerungen zieht als linke Frauenbewegungen. Das Grundprinzip teilen sie: Ein Tag im Jahr reicht nicht.
Quellen: FPÖ Wien (OTS/fpoe-wien.at), 5min.at, heute.at, finanzielle.de
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