Die umstrittene Orgasmus-Kampagne des Sozialministeriums unter der Leitung von Korinna Schumann (SPÖ) sorgt weiter für Schlagzeilen. Was als Social-Media-Aktion zum Welt-Orgasmus-Tag begann, hat nun politische Konsequenzen: Die FPÖ hat eine parlamentarische Anfrage eingereicht, um die Kosten und Hintergründe der Kampagne offenzulegen.
FPÖ fordert Aufklärung
Die blaue Abgeordnete Lisa Schuch-Gubik ließ kein gutes Haar an der Aktion. „Drei Tage vor Weihnachten feiert die SPÖ-Ministerin den Welt-Orgasmus-Tag mit Melanzani- und Pfirsich-Emojis. Von dieser Regierung ist man ja einiges gewohnt, aber das ist besonders skurril“, so Schuch-Gubik. Sie will nun wissen, wie viel Steuergeld für die Kampagne ausgegeben wurde und ob es keine wichtigeren Themen für das Sozialministerium gibt.
Kritik an Prioritäten des Ministeriums
Die Kampagne, die auf den sogenannten „Orgasmus-Gap“ aufmerksam machen sollte – also die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen in Bezug auf die Häufigkeit von Orgasmen – wurde bereits in den sozialen Medien heftig diskutiert. Während einige die Aktion als mutig und wichtig lobten, hagelte es vor allem Kritik an der Art der Präsentation. Mit sexuell konnotierten Emojis wie Pfirsichen und Auberginen wollte das Ministerium offenbar eine jüngere Zielgruppe ansprechen, was viele als unseriös empfanden.
Politischer Zündstoff
Die FPÖ sieht in der Kampagne ein Paradebeispiel für die falschen Prioritäten der Regierung. „Während die Menschen mit Inflation und Budgetdefiziten kämpfen, beschäftigt sich das Sozialministerium mit solchen Themen“, heißt es aus den Reihen der Freiheitlichen. Die parlamentarische Anfrage soll nun klären, ob die Kampagne tatsächlich notwendig war und wie hoch die Kosten für den Steuerzahler ausfielen.
Quellen: oe24.at, heute.at
Credits: APA
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