Nach dem Sieg des mit judenfeindlichem Gedankengut beeinflussten Österreichers beim diesjährigen Eurovision Song Contest bewirbt sich auch die Stadt Wien als Austragungsort. Für die FPÖ ist das jedoch der falsche Weg: Wien FPÖ-Chef Dominik Nepp spricht sich entschieden dagegen aus und warnt vor dem „unleistbaren woken Luxus“.
„Während die Menschen mit drastisch steigenden Gebühren für Müll, Wasser, Bäder und Parken kämpfen, plant die Stadtregierung eine Luxus-Party mit ungewissem Nutzen“, kritisiert Nepp laut Tageszeitung Heute. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hatte Wien als Standort ins Spiel gebracht und auf einen möglichen Werbewert von 100 Millionen Euro verwiesen – für Nepp ein „Hohn gegenüber allen Wienerinnen und Wienern“, die unter der aktuellen Teuerung litten.
Die Freiheitlichen verweisen auf die hohe Schuldenlast der Stadt, die eine Finanzierung des Eurovision Song Contest 2026 aus ihrer Sicht unverantwortlich mache. Immerhin soll die ESC-Show 30 Millionen Euro kosten. „Wien steht finanziell mit dem Rücken zur Wand – da ist es das Gebot der Vernunft, auf derartige Events zu verzichten“, sagt Nepp.
„Luxus, den sich Wien derzeit nicht leisten kann“
Die FPÖ fordert, dass im Falle einer Austragung klare Gegenfinanzierungspläne vorgelegt werden müssten. Einsparungen in anderen Bereichen seien zwingend notwendig, um die Veranstaltung nicht auf dem Rücken der Bevölkerung auszutragen. „Der ESC mag kulturell bedeutsam sein – aber aktuell ist er ein Luxus, den sich Wien schlicht nicht leisten kann“, meint Dominik Nepp.
Wie von exxtra24 berichtet, hat den aktuellen Song Contest der Sänger JJ alias Johannes Pietsch gewonnen. Pietsch sorgte nur Stunden nach seinem Sieg in der Schweiz für einen gewaltigen Antisemitismus-Skandal. Dazu meinte auch Oskar Deutsch, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde: „JJ rief nach dem ESC auf, Liebe zu verbreiten. Jetzt reiht er sich aber in den Chor der Israel-Hasser ein, macht israelische Opfer zu Aggressoren und spaltet. Das ist enttäuschend, aber vor allem gefährlich. JJ wurde über Nacht zum Star und trägt damit eine große Verantwortung.“

Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp
Credits: APA
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