FPÖ greift durch: Gendern im Parlament verboten!

FPÖ greift durch: Gendern im Parlament verboten!

Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) hat ein Machtwort gesprochen: Das Gendern in den Schriften des Parlaments ist ab sofort Geschichte! Wie die APA berichtet, hat Rosenkranz die Richtlinien zur Sprache im Parlament überarbeitet und damit eine klare Linie gezogen. Gender-Sternchen, Doppelpunkte und Schrägstriche gehören der Vergangenheit an.

Nur noch Paarform oder neutrale Begriffe

Laut Parlamentssprecher Karl-Heinz Grundböck dürfen in offiziellen Texten der Parlamentsdirektion künftig nur noch die Paarform – also die Nennung von weiblicher und männlicher Form – oder neutrale Begriffe verwendet werden. Die bisher erlaubten Varianten wie der Doppelpunkt oder der Schrägstrich sind nicht mehr zulässig. Diese Entscheidung wurde bereits Ende letzter Woche offiziell angeordnet.

Keine Rückwirkung, aber klare Zukunft

Die neue Regelung gilt für alle zukünftigen Texte, sowohl für die interne als auch externe Kommunikation des Parlaments. Bereits bestehende Dokumente sollen bei Bedarf angepasst werden, jedoch nur im Rahmen von Aktualisierungen. Für Reden im Nationalrat oder Texte der Parlamentsklubs gelten die neuen Richtlinien nicht.

Orientierung an Rechtschreibregeln

Rosenkranz begründet diesen Schritt mit der Einhaltung der Regeln des Rats für deutsche Rechtschreibung. Gegenüber der Kronen Zeitung betonte er, dass auch der Deutsche Bundestag und der Schweizer Nationalrat keine Gendersprache verwenden. Mit der Reduktion auf die Paarform bewege man sich weiterhin im gesetzlichen Rahmen zur Benennung beider Geschlechter, so Grundböck.

Ein kontroverser Schritt

Die Entscheidung sorgt für Diskussionen. Während die FPÖ diesen Schritt als „notwendige Klarstellung“ feiert, sehen Kritiker darin einen Rückschritt in der sprachlichen Gleichberechtigung. Ob diese Maßnahme tatsächlich für mehr Klarheit sorgt oder die Debatte um das Gendern weiter anheizt, bleibt abzuwarten.

Credits: APA

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