FPÖ fordert: „Der Standard raus aus den Schulen!“

FPÖ fordert: „Der Standard raus aus den Schulen!“

Die Wiener FPÖ hat genug! Nach der jüngsten Falschmeldung des „Standard“ über ein angebliches Treffen zwischen Ex-Kanzler Sebastian Kurz und dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein fordert die Partei ein radikales Umdenken: „Der Standard hat in unseren Schulen nichts verloren!“, so Dominik Nepp, Chef der Wiener FPÖ.

Fake News als Auslöser

Der Stein des Anstoßes: Ein Artikel des „Standard“, der behauptete, Kurz habe 2018 ein Treffen mit Epstein gehabt – vermittelt durch Trump-Berater Steve Bannon. Doch die vermeintliche Enthüllung entpuppte sich als peinlicher Fehler. Wie der „Exxpress“ berichtet, musste der „Standard“ den Artikel wenige Stunden später korrigieren. Statt Epstein war es Bannon, der ein Treffen mit Kurz diskutierte. Ein Fauxpas, der nicht nur in der Politik, sondern auch in den sozialen Medien für Empörung sorgte.

„Was für ein Schwachsinn!“, kommentierte das Umfeld von Sebastian Kurz, wie „Exxpress“ berichtet. Kurz habe weder Epstein noch Bannon jemals getroffen. Dennoch verbreitete sich die ursprüngliche Falschmeldung wie ein Lauffeuer.

Medienkompetenz? Nicht mit dem „Standard“!

Besonders brisant: Der „Standard“ ist Teil eines Projekts, das Schülern Medienkompetenz vermitteln soll. Gemeinsam mit dem ORF bietet die Zeitung Workshops und Unterrichtsmaterialien an, um junge Menschen für den Umgang mit Fake News zu sensibilisieren. Doch für die FPÖ ist das ein Widerspruch in sich. „Ein Medium, das selbst Fake News verbreitet, kann keine glaubwürdige Aufklärung leisten“, kritisiert Lukas Brucker, Mediensprecher der Wiener FPÖ.

Wie der „Exxpress“ weiter berichtet, plant der ORF eine „Faktencheck-Schwerpunktwoche“ und einen „Tag der Medienkompetenz“. Der „Standard“ will ab Oktober 2025 einen digitalen „Medienkompetenz-Hub“ starten. Doch für die FPÖ ist klar: „Schulhäuser sind kein Arbeitsplatz für politisch agierende Aktivisten-Journalisten“, so Brucker.

Ein Projekt unter Beschuss

Die Forderung der FPÖ ist eindeutig: Das Medienprojekt von ORF und „Standard“ muss gestoppt werden. „Nur echter Qualitätsjournalismus darf in Schulen“, betont Brucker. Der „Standard“ falle eindeutig nicht darunter. Die Partei sieht in der Zusammenarbeit eine Gefahr für die politische Neutralität in Bildungseinrichtungen.

Ein Lehrstück in Sachen Fehlerkultur?

Der „Standard“ hat seinen Fehler eingeräumt und den Artikel korrigiert. Doch der Schaden ist angerichtet. Für die FPÖ ist der Vorfall ein Paradebeispiel für die Notwendigkeit, Medien kritisch zu hinterfragen – und ein Grund mehr, den „Standard“ aus den Schulen zu verbannen.

Quelle: exxpress.at
Credits: APA

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