Die Krisen dieser Welt scheinen nur einen wahren Gewinner zu kennen: die FPÖ. Während die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten die internationale Politik in Atem halten, schießen die Umfragewerte der Freiheitlichen durch die Decke. Unter Berufung auf eine brandaktuelle Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft, kratzt die Partei von Herbert Kickl beinahe schon an der 40-Prozent-Marke.
Rekordwerte für die Blauen
Fände am kommenden Sonntag eine Nationalratswahl statt, wäre die FPÖ die haushohe Wahlsiegerin. Laut den Daten der Lazarsfeld Gesellschaft kommen die Blauen derzeit auf satte 38 Prozent. Das ist ein erneuter Rekordwert, den die Partei zuletzt im Jänner dieses Jahres erreichen konnte. Interessant dabei: Obwohl US-Präsident Donald Trump und der russische Machthaber Wladimir Putin maßgeblich in die aktuellen globalen Krisen verwickelt sind, schadet diese Nähe den Freiheitlichen an den heimischen Wahlurnen offenbar überhaupt nicht.
Die amtierende Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS blickt hingegen in den Abgrund. Zusammen kämen diese Parteien im Falle einer Neuwahl nur noch auf 87 Mandate im Nationalrat. Wie PolitPro vorrechnet, sind das fünf Mandate zu wenig für eine absolute Mehrheit.
Die ÖVP atmet leicht auf, die SPÖ stürzt ab
Ein kleiner Lichtblick bleibt für die Volkspartei. Die ÖVP unter Kanzler Christian Stocker kann ein leichtes Plus verbuchen und klettert wieder auf 20 Prozent. Der Rückstand auf die FPÖ bleibt mit 18 Prozentpunkten jedoch gewaltig.
Ein wahres Drama spielt sich bei den Sozialdemokraten ab. Nach internen Querelen und dem gescheiterten Putschversuch von Parteichef Andreas Babler in der Niederösterreich-Partei liegt die SPÖ nur noch bei 18 Prozent. Auch die NEOS kommen nicht vom Fleck und stagnieren bei 7 Prozent. Damit liegen sie klar hinter den Grünen, die laut der Lazarsfeld-Umfrage bei 11 Prozent halten.
Kanzlerfrage: Kickl meilenweit voraus
Noch dramatischer wird es, wenn man die Menschen direkt nach ihrem Wunschkanzler fragt. Herbert Kickl ist hier das Maß aller Dinge. Ganze 32 Prozent wollen den FPÖ-Chef im Kanzleramt sehen. Kanzler Christian Stocker kommt in dieser fiktiven Direktwahl nur auf magere 14 Prozent.
Völlig deklassiert wird SPÖ-Chef Babler. Er bringt es in der Kanzlerfrage auf erschütternde 7 bis 9 Prozent – und liegt damit teils sogar hinter Politikerinnen aus den kleineren Oppositionsparteien.
Quellen: oe24, Lazarsfeld Gesellschaft, PolitPro, exxtra24.at, exxpress.at, Unique Research, Heute, ORF, trend
Credits: APA
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