Kurz vor dem 70-Jahr-Jubiläum der FPÖ liefert eine neue Umfrage dem Parteichef die nächste Bestmarke: 36 Prozent in der Sonntagsfrage – der höchste Wert, den das Institut Unique Research je für die Freiheitlichen ermittelt hat.
FPÖ überschreitet das Verfassungsdrittel
Wie heute.at unter Berufung auf eine aktuelle Unique Research-Umfrage berichtet, käme die FPÖ bei einer Nationalratswahl am kommenden Sonntag auf 36 Prozent – und damit erstmals über die Schwelle des sogenannten Verfassungsdrittels. Das bedeutet: Im Parlament könnten ohne Zustimmung der Freiheitlichen keine Gesetze mehr beschlossen werden, für die eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich ist. Die Erhebung erfolgte per Telefon und online, die Schwankungsbreite beträgt laut heute.at ±3,4 Prozent.
ÖVP stabil, SPÖ auf neuem Tiefstand
Keine Bewegung zeigt die Sonntagsfrage dagegen bei der Kanzlerpartei: Die ÖVP liegt laut heute.at stabil bei 22 Prozent auf Platz zwei – das soeben beschlossene Doppelbudget mit Kürzungen habe daran nichts geändert. Deutlich schlechter sieht es für die SPÖ aus. Mit 18 Prozent liegen die Roten unter Parteichef Andreas Babler laut heute.at nochmals drei Prozentpunkte unter dem historischen Tiefststand vom Wahlabend 2024. Meinungsforscher Peter Hajek sieht nach 473 Tagen Dreierkoalition laut heute.at „viel Frust, wenig Dynamik“ im Land – klarer Profiteur sei die FPÖ.
Grüne holen auf, NEOS unter Wahlergebnis
Die Schwäche der SPÖ kommt den Grünen zugute, die mit Leonore Gewessler an der Spitze und einem klaren Fokus auf das Gerechtigkeitsthema laut heute.at auf 11 Prozent kommen – rund drei Punkte über ihrem Nationalratswahl-Ergebnis. Die NEOS dagegen verspüren trotz Regierungsbeteiligung keinen Rückenwind: Sie liegen weiterhin einstellig und unter ihrem Ergebnis von 2024, wie heute.at schildert.
KPÖ knapp an der Vier-Prozent-Hürde
Eine Überraschung liefern die Kommunisten: Mit 4 Prozent steht die KPÖ unter Tobias Schweiger laut heute.at knapp an der Einzugsschwelle ins Parlament – was den ersten Einzug ins Hohe Haus seit 1959 bedeuten würde.
Kickl dominiert auch die Kanzlerfrage
Nicht nur in der Sonntagsfrage, auch bei der fiktiven Bundeskanzler-Direktwahl liegt Kickl unangefochten vorne, wie heute.at berichtet. Besonders auffällig ist der Partei-interne Vergleich: 82 Prozent der FPÖ-Wähler würden Kickl direkt zum Regierungschef machen, bei ÖVP-Chef Christian Stocker sind es 76 Prozent der eigenen Wähler. Bei SPÖ-Chef Babler dagegen sehen lediglich 45 Prozent der eigenen Anhänger in ihm einen potenziellen Kanzler.
Stimmung im Land bleibt schlecht
Das Gesamtbild der Erhebung ist düster: Für 57 Prozent geht Österreich in die falsche Richtung, nur 31 Prozent sehen eine positive Entwicklung, wie heute.at berichtet. Am zufriedensten sind Grün-Wähler mit 56 Prozent. Am unzufriedensten sind FPÖ-Sympathisanten, von denen laut heute.at 91 Prozent die Richtung des Landes negativ einschätzen – eine Zahl, die zeigt, wie sehr Kickls Wählerschaft trotz starker Umfragewerte in einer Oppositionsmentalität verharrt.
Credits: Parlamentsdirektion / Thomas Topf
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