FPÖ-Beben in Neunkirchen: Sieben Parteiausschlüsse nach Sparpaket-Zoff!

FPÖ-Beben in Neunkirchen: Sieben Parteiausschlüsse nach Sparpaket-Zoff!

Neunkirchen – Ein politisches Erdbeben erschüttert die FPÖ in Niederösterreich! Sieben Gemeinderäte, darunter Vizebürgermeister Marcus Berlosnig, wurden aus der Partei ausgeschlossen. Der Grund: Sie wagten es, einem Sparpaket zuzustimmen – gegen die Anweisungen der Landespartei.

Der Funke, der die Explosion auslöste

Wie der „ORF Niederösterreich“ berichtet, begann alles mit einem umstrittenen Sparpaket, das von der FPÖ und der ÖVP gemeinsam ausgearbeitet wurde. Die Landespartei der FPÖ hatte jedoch klare Anweisungen gegeben: Das Paket sollte abgelehnt und die Koalition beendet werden. Doch Berlosnig und seine Mitstreiter entschieden anders. In einer internen Abstimmung sprach sich die Mehrheit der FPÖ-Fraktion in Neunkirchen für das Sparpaket aus – ein Affront gegen die Parteiführung.

„Druck, Drohungen und Postenversprechen“

Berlosnig erhebt schwere Vorwürfe gegen die Landespartei. Laut „ORF Niederösterreich“ sollen Vertreter der FPÖ versucht haben, Mandatare unter Druck zu setzen. „Man hat meine Leute an ihren Wohnadressen abgefangen, um sie zu überzeugen, mich fallenzulassen“, so Berlosnig. Es sei sogar mit Parteiausschluss gedroht oder mit Posten gelockt worden. Doch die sieben Gemeinderäte blieben standhaft – mit drastischen Konsequenzen.

FPÖ-Landespartei: „Ein Anschlag auf die Bevölkerung“

Die FPÖ-Landespartei reagierte mit scharfen Worten. Laut „Krone“ sprach Landesparteisekretär Alexander Murlasits von einem „Anschlag auf die Bevölkerung“ und warf der ÖVP vor, „Fake-Zahlen“ zu präsentieren und ein „Finanzdesaster“ zu verschweigen. Die FPÖ sei nicht bereit, „diesen Irrsinn mitzutragen“.

Ein Signal mit Folgen

Politikwissenschaftlerin Katrin Praprotnik sieht in diesem Fall ein klares Signal der FPÖ: Nach außen wolle die Partei ihr Image als Kämpferin gegen Sparmaßnahmen wahren, nach innen zeige sie, dass Abweichungen von der Parteilinie nicht toleriert werden. Doch der Fall offenbart auch Risse in der Partei. „Es ist ein sichtbares Zeichen von Unstimmigkeiten“, so Praprotnik gegenüber „ORF Niederösterreich“.

Die Zukunft der Rebellen

Berlosnig und seine Mitstreiter wollen ihren Weg als freie Mandatare fortsetzen. Die FPÖ hingegen steht vor einer Zerreißprobe. Ob die Partei diesen internen Machtkampf unbeschadet übersteht, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: In Neunkirchen wird man dieses politische Drama so schnell nicht vergessen.


Quellen: oe24.atORF NiederösterreichKrone
Credits: Wikipedia / CC BY-SA 4.0

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x