FPÖ attackiert ORF: Scharfe Abrechnung mit Boss Weißmann nach Sportchef-Rauswurf

FPÖ attackiert ORF: Scharfe Abrechnung mit Boss Weißmann nach Sportchef-Rauswurf

Ein Sturm braut sich über dem ORF zusammen und das politische Nachbeben wird immer lauter. Die plötzliche Entlassung von Sportchef Hannes Aigelsreiter hat eine Lawine der Kritik vonseiten der FPÖ losgetreten, die nun mit dem Finger direkt auf ORF-Generaldirektor Roland Weißmann zeigt. Die Partei spricht von „totalem Versagen“ und einem Scherbenhaufen, der durch parteipolitische Entscheidungen entstanden sei.

„Ein vorhersehbares Debakel“

Die Kontroverse explodierte, nachdem Hannes Aigelsreiter abrupt seines Amtes als Leiter des ORF-Sports enthoben wurde. Wie oe24 berichtet, war der offizielle Grund, dass Aigelsreiters Leistung nicht den Vorstellungen seiner Vorgesetzten entsprach. Doch die Lage ist weitaus komplexer. Ein nicht genehmigtes Interview mit der Tiroler Tageszeitung, in dem er offen seine Ambitionen auf den Posten des ORF-Generaldirektors bekundete, soll ein entscheidender, wenn auch nicht der alleinige Grund für den Rauswurf gewesen sein.

Diese Personalentscheidung provozierte eine scharfe Reaktion des FPÖ-Mediensprechers Christian Hafenecker. „Was wir hier erleben, ist die logische Konsequenz des tiefroten und schwarzen Postenschachers am Küniglberg“, erklärte Hafenecker in einer Aussendung, wie auf der offiziellen Webseite der FPÖ nachzulesen ist. Er bezeichnete die Situation als „vorhersehbares Debakel mit Ansage“ und einen „Offenbarungseid für das System Weißmann“.

Postenschacher und Inkompetenz?

Hafenecker nahm kein Blatt vor den Mund und warf der ORF-Führung vor, politische Spielchen über fachliche Kompetenz zu stellen. „Eine fachfremde Person wird aus parteipolitischem Kalkül zum Sportchef gemacht, scheitert erwartungsgemäß auf ganzer Linie und hinterlässt einen Scherbenhaufen, den am Ende wieder der Zwangsgebührenzahler aufräumen muss“, kritisierte er. Der FPÖ-Sprecher behauptet, Aigelsreiter sei eine politische Besetzung gewesen, die gegen den Willen der gesamten Sportredaktion durchgedrückt wurde.

Laut der FPÖ ist dieser Vorfall symptomatisch für ein größeres Problem innerhalb des Senders. „Dass ORF-Generaldirektor Roland Weißmann diese Fehlbesetzung wider besseres Wissen durchgeboxt hat, nur um parteipolitische Begehrlichkeiten zu befriedigen, zeigt sein völliges Versagen als oberster Manager“, so Hafenecker weiter. Er verurteilte die Vorgänge als „Misswirtschaft pur und ein Schlag ins Gesicht für jeden Gebührenzahler.“

Interne Machtkämpfe und Vertrauensverlust

Die Entlassung geschah nicht im luftleeren Raum. Laut einem Bericht von vol.at stand Aigelsreiter schon seit Monaten intern unter Beobachtung. Ihm wurde vorgeworfen, redaktionelle, budgetäre und personalpolitische Aufträge nicht umgesetzt zu haben. Auch seine Führungsqualitäten und Teamfähigkeit wurden infrage gestellt, was zu einem vollständigen Vertrauensverlust seitens der Geschäftsführung führte.

Die internen Spannungen waren spürbar, besonders nachdem Aigelsreiter sich einen öffentlichen Machtkampf mit Reporter-Legende Rainer Pariasek lieferte. Zudem hatte der Sender bereits den ehemaligen Sportchef Hans Peter Trost als Berater für Sportrechte zurückgeholt – ein Schritt, der von vielen Insidern als klares Zeichen der Unzufriedenheit mit Aigelsreiters Amtsführung gewertet wurde.

Inmitten des Chaos erneuert die FPÖ ihre Forderung nach einer grundlegenden Reform des ORF. Hafenecker schloss mit einer klaren Ansage: „Schluss mit dem Postenschacher, Schluss mit der Zwangsfinanzierung! Der ORF muss endlich entpolitisiert und von den Fesseln der Altparteien befreit werden.“

Credits: APA

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