In Berlin fanden intensive Gespräche zwischen den USA, der Ukraine und europäischen Staaten statt. Im Mittelpunkt standen Sicherheitsgarantien für die Ukraine sowie mögliche Schritte in Richtung eines Waffenstillstands.
USA stellen umfassendes Sicherheitspaket vor
Wie der ORF berichtet, haben die USA bei den Verhandlungen in Berlin ein Sicherheitspaket vorgestellt, das an den NATO-Beistandspakt angelehnt ist. Ein hochrangiger US-Vertreter bezeichnete die vorgeschlagenen Garantien als „wirklich stark“ und betonte die abschreckende Wirkung durch US-Waffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bewertete das Paket als „ersten Schritt“, wies jedoch darauf hin, dass Sicherheitsgarantien erst nach einer praktischen Überwachung eines Waffenstillstands greifen könnten.
Unterstützung aus Europa: Multinationale Truppe zugesagt
Europäische Staats- und Regierungschefs sicherten der Ukraine in einer gemeinsamen Erklärung die Unterstützung durch eine multinationale Truppe zu. Diese soll unter anderem die Streitkräfte der Ukraine regenerieren, den Luftraum sichern und die Meere schützen. Die Truppe wird von den USA unterstützt. Die Erklärung betonte die Einigkeit zwischen den europäischen Staaten, der Ukraine und den USA.
Gebietsfrage bleibt ungelöst
Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Frage möglicher Gebietsabtretungen. Präsident Selenskyj sprach von „unterschiedlichen Positionen“ zwischen der Ukraine und Russland. Er stellte klar, dass die USA keinen Druck auf die Ukraine ausüben würden, Gebiete im Donbas abzutreten. Vielmehr hätten die US-Vertreter die russische Position überbracht und würden nun die ukrainische Haltung vertreten.
Trump sieht Fortschritte, mahnt jedoch zur Geduld
US-Präsident Donald Trump äußerte sich nach Gesprächen mit europäischen Staats- und Regierungschefs sowie Selenskyj optimistisch. Er sprach von einer Einigung, die „näher als je zuvor“ sei, betonte jedoch die Komplexität der Verhandlungen. Trump verwies darauf, dass er bereits mehrfach mit Russland über eine Lösung des Konflikts gesprochen habe.
Hoffnung auf Waffenstillstand bis Weihnachten
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz zeigte sich zuversichtlich, dass ein Waffenstillstand bis Weihnachten möglich sei. „Diese Pflanze ist noch klein, aber die Chance ist real“, sagte er. Merz warb dafür, dass zumindest über die Feiertage die Waffen schweigen sollten.
Credits: APA
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