Berlin – Es ist ein Vorschlag, der für hitzige Diskussionen sorgt: Ein wissenschaftlicher Beraterkreis der Bundesregierung fordert, das Renteneintrittsalter bis 2060 auf 73 Jahre anzuheben. Ziel sei es, das Rentensystem vor dem Kollaps zu bewahren. Die Studie, die Bild.de vorliegt, macht klar: „Wir werden mehr arbeiten müssen!“.
Warum dieser Vorschlag?
Die Ökonomen begründen ihre Forderung mit zwei zentralen Problemen: einer stagnierenden Wirtschaftsleistung und den Herausforderungen des demografischen Wandels. „Seit Jahren wächst die Produktivität in Deutschland zu langsam, während die Bevölkerung immer älter wird“, heißt es in der Studie (Quelle: Bild.de). Um die Sozialversicherungen zu stabilisieren, sei eine Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung unumgänglich.
Dänemark als Vorbild
Ein Blick nach Dänemark zeigt, wie es gehen könnte: Dort wird das Renteneintrittsalter seit 2006 schrittweise an die Lebenserwartung angepasst. Bis 2040 soll es auf 70 Jahre steigen – eine Regelung, die bereits im Mai 2025 beschlossen wurde (Quelle: Bild.de). Und das, obwohl Dänemark eine „bessere Demografie“ als Deutschland aufweist.
Kritik und offene Fragen
Doch der Vorschlag stößt nicht nur auf Zustimmung. Kritiker warnen vor den sozialen Folgen: „Wie sollen Menschen in körperlich anstrengenden Berufen bis 73 arbeiten?“ Auch die Frage nach der Umsetzung bleibt offen. Klar ist jedoch: Die Zeit für Reformen drängt (Quelle: Bild.de).
Credits: APA
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