Fordert Dornauer jetzt Babler heraus?

Fordert Dornauer jetzt Babler heraus?

In der SPÖ brodelt es erneut. Laut einer internen Umfrage könnte Tirols SPÖ-Chef Georg Dornauer in einer parteiinternen Kampfabstimmung Parteichef Andreas Babler gefährlich werden. Demnach würde Dornauer mit Unterstützung aus mindestens drei Bundesländern – der Steiermark, dem Burgenland und Kärnten – rund 14.000 Stimmen auf sich vereinen können.

Innerhalb der Partei sorgt dieses Zahlenmaterial für Aufsehen. Viele in der SPÖ sehen in Dornauer jenen Gegenpol zu Bablers linkspopulistischem Kurs, der vor allem in den westlichen und ländlichen Regionen auf Zustimmung stößt. Der Tiroler gilt als pragmatisch, wirtschaftsnah – und vor allem: als jemand, der sagt, was er denkt.

Politische Beobachter sehen darin eine mögliche Annäherung an die Linie des Politikberaters Rudi Fussi, der seit Monaten offen über einen Wechsel an der Parteispitze spekuliert und die Ablöse Bablers als „notwendig für den Neustart der Sozialdemokratie“ bezeichnet.

Tatsächlich soll es laut Parteikreisen bereits erste Gespräche zwischen Unterstützern aus dem Burgenland, Teilen der steirischen Landesgruppe und Dornauers Umfeld geben. Auch einige private Sponsoren sollen ihre Bereitschaft signalisiert haben, ein mögliches „Projekt Dornauer“ finanziell mitzutragen.

Offiziell hält sich der Tiroler SPÖ-Chef noch bedeckt. Doch wer ihn kennt, weiß: Dornauer gilt als Taktiker mit langem Atem. Und sollte sich der Unmut in der Partei weiter zuspitzen, könnte aus dem parteiinternen Ringen bald ein handfester Machtkampf werden – mit offenem Ausgang.

Credits: APA

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