Bei katastrophalen Überschwemmungen in Texas sind 51 Menschen ums Leben gekommen. 27 Kinder aus einem christlichen Sommerlager für Mädchen gelten weiterhin als vermisst. Die schweren Unwetter wurden durch sintflutartige Regenfälle ausgelöst, die vor allem bei der Stadt Hunt dramatische Schäden verursacht haben.
Wie die Behörden mitteilten, wurden zahlreiche Opfer – darunter sowohl Erwachsene als auch Kinder – aus überfluteten Fahrzeugen sowie direkt aus den Wassermassen geborgen. Besonders tragisch ist das Schicksal von 27 Mädchen aus dem Sommerlager Camp Mystic, das direkt am Guadalupe River liegt. Dort stieg der Wasserpegel innerhalb von nur 45 Minuten um mehr als acht Meter – eine regelrechte Flutwelle, die das Camp überraschte.
Freeman Martin, Direktor des texanischen Ministeriums für öffentliche Sicherheit, sprach am Freitagabend von einem „Massenunglück mit zahlreichen Toten“. Bis zum Abend konnten rund 230 Menschen gerettet oder evakuiert werden. Die Rettungskräfte seien weiterhin im Dauereinsatz.
Unter den Vermissten ist auch die zwölfjährige Kellyanne Lytal. Ihr Vater Wade Lytal sagte in einem kurzen Telefonat mit Medienvertretern: „Bitte betet für unsere Mädchen.“ Auf sozialen Netzwerken kursieren inzwischen zahlreiche Suchaufrufe mit Fotos der vermissten Kinder. Kellyanne trägt auf dem Bild ein T-Shirt des Camps und ein Namensschild.
Texanische Behörden teilten mit, dass derzeit rund 500 Einsatzkräfte vor Ort sind, um die Suche fortzusetzen – unter anderem auch in schwer zugänglichen Gebieten entlang des Flusses. Wie Vize-Gouverneur Dan Patrick mitteilte, werden die Suchmaßnahmen auch über Nacht und in den kommenden Tagen fortgeführt, bis alle Vermissten gefunden sind. Schlechtes Wetter erschwerte zunächst den Einsatz von Hubschraubern.
Die Behörden warnen unterdessen vor weiteren Regenfällen, die in besonders betroffenen Regionen bereits erneut eingesetzt haben. Die Lage bleibt angespannt – und das Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht vollständig absehbar.
Update: 06.50 Uhr

Credits: APA
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