Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Während sich die Lage im Nahen Osten dramatisch zuspitzt, sitzen zehntausende Reisende in der Krisenregion fest. Die Flughäfen sind gesperrt, der zivile Luftverkehr ist in weiten Teilen komplett zum Erliegen gekommen. Mittendrin: Tausende Österreicher, die nun verzweifelt auf ihre Heimreise hoffen. Das Außenministerium in Wien arbeitet auf Hochtouren, um die gestrandeten Bürger in Sicherheit zu bringen.
Alarmstufe Rot: 17.700 Österreicher bangen im Krisengebiet
Die Dimension der Krise ist gewaltig. Aktuell sind knapp 17.700 österreichische Staatsbürger in der betroffenen Region offiziell registriert. Darunter befinden sich rund 2.600 Touristen und Geschäftsreisende. Die Dunkelziffer dürfte jedoch weit höher liegen, da sich viele Menschen auf der Durchreise befinden. Die Behörden rufen dringend dazu auf, in den Unterkünften zu bleiben und sich auf keinen Fall auf eigene Faust zu den Flughäfen durchzuschlagen.
Nach einer Sitzung des Krisenstabes betonte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, dass die Sicherheit der Bürger oberste Priorität habe. Ein erster Erfolg konnte bereits verbucht werden: Bis Montagnachmittag wurden 70 besonders vulnerable Personen sicher in den Oman eskortiert, wie meinbezirk.at berichtet. Weitere fünf Bürger konnten Israel über Jordanien verlassen.
Luftraum dicht: Bundesheer-Flieger bleiben am Boden
Die Evakuierung gestaltet sich jedoch als logistischer Albtraum. Große Fluglinien wie Emirates und Austrian Airlines haben ihre Flüge in die Krisenregion vorerst ausgesetzt. Eine rasche Rettung durch das österreichische Militär fällt ebenfalls ins Wasser. Das Bundesheer steht für diese Evakuierungsflüge nicht zur Verfügung, da keine der C-130-Hercules-Maschinen derzeit einsatzfähig ist.
Das Außenministerium setzt nun auf alternative Routen und europäische Zusammenarbeit. Für Mittwoch wurde ein erster großer Rückführflug aus der omanischen Hauptstadt Maskat organisiert, der Österreicher sicher nach Wien bringen soll. Zudem ist man bemüht, Ausreisewillige in den nächsten Tagen mit Bussen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar sicher nach Saudi-Arabien oder in den Oman zu transportieren. Der Krisenstab tagt weiterhin zweimal täglich, um die Lage laufend neu zu bewerten und weitere Rettungsaktionen zu koordinieren.
Quellen: oe24.at, meinbezirk.at, orf.at, heute.at, nachrichten.at
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