Das Gesundheitsministerium schlägt jetzt Alarm: Billige Kostüme aus dem Internet und giftige Schminke stellen eine massive Gefahr für unsere Kinder dar.
Fasching steht vor der Tür, die Narren sind los – doch Vorsicht ist geboten! Statt Spaß und Konfetti drohen ernste Verletzungen. Wie das Gesundheitsministerium in einer aktuellen Aussendung berichtet, bergen viele der bunten Verkleidungen unsichtbare Risiken. Von lichterloh brennenden Stoffen bis hin zu giftigen Chemikalien direkt im Gesicht der Kleinsten – die Mängelliste ist lang und erschreckend.
Brandgefahr im Kinderzimmer
Besonders bei Kostümen, die oft aus leicht entflammbaren Kunststoffen bestehen, ist die Gefahr groß. Ein kleiner Funke genügt, und die Verkleidung steht in Flammen. Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) zeigt sich besorgt: „Fasching soll für Kinder eine fröhliche Zeit sein. Umso mehr berührt es mich, dass unsere Kontrollen immer wieder Mängel bei der Entflammbarkeit oder fehlende Warnhinweise zeigen“, wird sie vom Ministerium zitiert.
Vor allem Schnäppchenjäger leben gefährlich. Wie das Ressort betont, sind insbesondere billige Produkte, die über Online-Plattformen bestellt werden, häufig betroffen. Eltern sollten hier nicht nur auf den Preis schauen, sondern die Sicherheit an erste Stelle setzen.
Schock-Bilanz: Jedes dritte Kostüm mangelhaft
Dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt, belegen harte Zahlen. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) nimmt regelmäßig Kostüme und Schminke unter die Lupe. Das schockierende Ergebnis der Schwerpunktaktionen der vergangenen Jahre: Rund ein Drittel der untersuchten Kostüme wurde beanstandet, wie die AGES berichtet.
Die Experten fanden dabei nicht nur Mängel beim Brandschutz. Auch Bänder und Schnüre im Halsbereich stellen eine massive Strangulationsgefahr dar – eine tödliche Falle beim ausgelassenen Toben.
Gift in der Schminke
Doch nicht nur die Kleidung ist problematisch. Wer sein Kind in einen Tiger oder eine Prinzessin verwandeln will, greift oft zu Schadstoffen. In Kinderschminke wurden in der Vergangenheit immer wieder Schwermetalle wie Blei oder Nickel nachgewiesen. Auch fehlende Warnhinweise sind laut Ministerium ein ständiges Ärgernis.
Damit der Fasching nicht im Krankenhaus endet, haben die Experten eine klare Checkliste veröffentlicht. Wie das Sozialministerium empfiehlt, sollten Kostüme im Notfall blitzschnell ausgezogen werden können. Plastikverpackungen gehören sofort in den Müll, um Erstickungsgefahr zu vermeiden. Bei der Schminke gilt: Erst an einer kleinen Hautstelle testen, ob das Kind allergisch reagiert, und niemals auf verletzte Haut auftragen.
Quellen: oe24.at, Sozialministerium, AGES
Credits: APA
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