Familiennachzug in Österreich: Nur ein einziger Fall im November

Familiennachzug in Österreich: Nur ein einziger Fall im November

Die Auswirkungen der verschärften Asylpolitik in Österreich werden immer deutlicher. Wie das Innenministerium berichtet, gab es im November 2025 lediglich einen einzigen Fall von Familiennachzug. Zum Vergleich: Im November 2024 waren es noch 1.146 Personen, im Jahr davor 241. Der drastische Rückgang ist das Ergebnis des verlängerten Stopps des Familiennachzugs, der offenbar seine Wirkung zeigt.

Asylanträge stark rückläufig

Auch die Zahl der Asylanträge ist deutlich gesunken. In den ersten elf Monaten des Jahres wurden 15.337 Anträge gestellt – ein Rückgang von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders auffällig: Nur 6.417 dieser Anträge stammen von neu eingereisten Personen. Der Rest entfällt auf nachgeborene Kinder oder ähnliche Fälle. Im November allein wurden 1.012 Anträge registriert, was einem Rückgang von 46 Prozent entspricht. Mehr als die Hälfte der Anträge wurde von Personen unter 18 Jahren gestellt, 41,4 Prozent von Frauen.

Afghanen führen die Statistik an

Die meisten Asylanträge kamen in diesem Jahr von Afghanen (4.843), gefolgt von Syrern (3.865) und Somalis (931). Auffällig ist, dass in alle drei Länder erstmals seit Jahrzehnten wieder abgeschoben wurde. Insgesamt gab es 2025 bisher 12.883 sogenannte Außerlandesbringungen, von denen 52 Prozent freiwillig erfolgten. Fast die Hälfte der Abgeschobenen war laut Innenministerium strafrechtlich verurteilt.

Anerkennungsquoten: Frauen profitieren stärker

Die Anerkennungsquoten in Asylverfahren zeigen deutliche Unterschiede. Afghanen hatten mit 75 Prozent die höchste Anerkennungsquote. Dabei profitierten Frauen deutlich stärker als Männer: Rund 2.550 Afghaninnen erhielten Asyl, im Vergleich zu etwa 1.990 Männern. Bei Syrern sank die Anerkennungsquote auf 22 Prozent. Allerdings wurde Syrern am häufigsten subsidiärer Schutz gewährt – in 1.140 Fällen.

Strenge Maßnahmen, klare Ergebnisse

Die Zahlen belegen, dass die verschärften Maßnahmen der österreichischen Regierung Wirkung zeigen. Der Rückgang der Asylanträge und die drastische Reduktion beim Familiennachzug sind klare Indikatoren für die Wirksamkeit der aktuellen Politik. Ob diese Entwicklung langfristig Bestand hat, bleibt jedoch abzuwarten.

Credits: APA

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