Die Einführung des ORF-Unternehmensbeitrags sorgt weiterhin für ordentlich Wirbel. Unternehmer in Österreich reiben sich verwundert die Augen: In den Postkästen landen Mahnungen und Forderungen nach Säumniszuschlägen, obwohl die Beiträge längst überwiesen wurden. Die zuständige ORF-Beitrags Service GmbH (OBS) muss erneut eine Panne einräumen.
Technische Panne sorgt für böse Überraschung
Wie die Salzburger Nachrichten berichten, flatterten bei zahlreichen Unternehmen Zahlungserinnerungen und Vorschreibungen ins Haus, die zeitlich völlig danebenlagen. Der Grund für den Ärger: Eine technische Störung bei einem externen Dienstleister der OBS.
Das Resultat dieses EDV-Hoppalas waren Forderungen nach Säumniszuschlägen, obwohl die Hauptbeträge laut den Berichten der Salzburger Nachrichten bereits fristgerecht auf den Konten der OBS eingegangen waren. Die betroffenen Firmen wurden also zur Kasse gebeten, obwohl sie sich absolut korrekt verhalten haben.
OBS rudert zurück: Geld gibt es wieder
Die OBS versucht nun, die Wogen zu glätten. Laut Angaben der Beitrags Service GmbH gegenüber dem Exxpress seien „wenige Hundert Fälle“ von dem Fehler betroffen. Man versichert, dass den Firmen „selbstverständlich keine Kosten“ entstehen würden.
Wer die zu Unrecht geforderten Zuschläge bereits überwiesen hat, soll sein Geld zurückbekommen. Zudem werden nun Entschuldigungsschreiben an die verärgerten Unternehmer verschickt. Die OBS betont, das technische Problem sei mittlerweile behoben.
Ein Fass ohne Boden?
Der Vorfall ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker. Seit der Startschuss für den neuen ORF-Beitrag Anfang 2024 fiel, reißt die Kritik an der bürokratischen Umsetzung nicht ab. Bereits im Juli 2025 musste der damalige OBS-Geschäftsführer Alexander Hirschbeck seinen Hut nehmen, wie der Exxpress in seiner Berichterstattung anmerkt. Unter der neuen Leitung von Bettina Parschalk scheint die Technik aber noch immer Tücken zu haben.
Quelle: Exxpress, Salzburger Nachrichten
Credits: APA
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