In einem Interview in der ZIB2 hat der renommierte Geheimdienstexperte Andrej Soldatow die Sicherheitslage Österreichs unter die Lupe genommen. Seine Warnung: „Österreich ist nicht extrem sicher.“ Diese Aussage sorgt für Aufsehen und wirft Fragen auf, wie gut das Land gegen mögliche russische Spionageaktivitäten gewappnet ist.
„Wenn ich nach Österreich reise, dann treffe ich Vorkehrungen“, erklärte Soldatow im Gespräch mit Moderatorin Margit Laufer. Der Experte betonte, dass Russland im Ukraine-Krieg an der Eskalationsschraube dreht und dabei auch vor verdeckten Operationen in anderen Ländern nicht zurückschreckt.
Marsalek und die neuen Spionage-Taktiken
Ein besonders brisantes Detail: Soldatow zog Parallelen zwischen den heutigen russischen Nachrichtendiensten und den stalinistischen Geheimdiensten der 1940er Jahre. „Die greifen auf Ausländer zu, wie den Österreicher Marsalek“, so der Experte. Jan Marsalek, der ehemalige Wirecard-Manager, wird seit Jahren mit russischen Geheimdienstaktivitäten in Verbindung gebracht. Laut Soldatow sei dies Teil einer neuen Taktik, die auf gezielte Einflussnahme und Einschüchterung abzielt.
Österreich im Fokus russischer Interessen?
Die Aussagen des Experten werfen ein Schlaglicht auf die Frage, wie gut Österreich gegen solche Bedrohungen gerüstet ist. Soldatow kritisierte, dass die Gesetze in Europa oft zu lasch seien und forderte mehr Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern, um sich gegen russische Aggressionen zu wappnen.
Credits: APA
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