Am 66. Geburtstag von Andrew Mountbatten-Windsor, dem früheren Prinzen von Großbritannien, wurde er von der britischen Polizei festgenommen. Die Vorwürfe gegen ihn stehen im Zusammenhang mit der Affäre um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Laut Berichten der BBC und anderer Medien wird Andrew Amtsmissbrauch vorgeworfen.
Hausdurchsuchungen und neue Enthüllungen
Wie die BBC berichtet, durchsuchte die Polizei Anwesen in Berkshire und Norfolk, darunter auch Andrews derzeitigen Wohnsitz in Sandringham. Der Verdacht: In seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter soll Andrew vertrauliche Dokumente an Epstein weitergeleitet haben. Diese Informationen stammen aus kürzlich veröffentlichten E-Mails, die in den Epstein-Akten entdeckt wurden. Die Dokumente sollen Berichte über offizielle Besuche in Hongkong, Vietnam und Singapur enthalten haben.
Verlust von Titeln und Privilegien
Andrew hat bereits in der Vergangenheit durch seine Verbindung zu Epstein erhebliche Konsequenzen erfahren. 2019 trat er von allen royalen Pflichten zurück. Im Oktober 2025 entzog ihm König Charles III. den Prinzentitel. Zudem musste er sein Anwesen, die Royal Lodge in Windsor, verlassen. Die Zivilklage von Virginia Giuffre, die Andrew sexuellen Missbrauch vorwarf, endete 2022 in einem Vergleich. Giuffre beging im April 2025 Suizid.
Offizielle Stellungnahmen ausstehend
Bislang gibt es weder eine Bestätigung der Festnahme durch die Polizei noch eine Stellungnahme des Buckingham-Palastes. Andrew selbst schweigt zu den Vorwürfen. Die Ermittlungen bedeuten jedoch nicht automatisch, dass er sich strafbar gemacht hat.
Auswirkungen auf die Monarchie
Die erneuten Vorwürfe werfen einen Schatten auf die britische Königsfamilie. König Charles III. hatte bereits angekündigt, die Ermittlungen gegen seinen Bruder zu unterstützen. Die Enthüllungen könnten das Vertrauen in die Monarchie weiter erschüttern.
Quellen: oe24.at, tagesschau.de, deutschlandfunk.de, spiegel.de, orf.at, srf.ch
Neueste Kommentare