EU überweist vier Milliarden Euro Steuergeld an Ägypten

EU überweist vier Milliarden Euro Steuergeld an Ägypten

Ägypten finanziert sich eine der größten Armeen der Welt – doch Brüssel meint, weitere vier Milliarden Euro Steuergeld der EU-Bürger nach Kairo überweisen zu müssen. Die FPÖ protestiert gegen diesen Milliarden-Kredit.

Nach dem Ranking von Global Firepower besitzt Ägypten (Daten aus 2024) die fünfzehnstärkste militärische Kapazität weltweit und die stärkste in ganz Afrika, 438.000 Soldaten stehen unter Waffen, 168 F-16-Jets und 152 andere Kampfflugzeuge sind einsatzbereit. Trotz dieser Stärke der Armee, deren Erhalt Milliarden kostet, meint die EU-Spitze, der ägyptischen Regierung dringend helfen zu müssen – so ist es jetzt zu einer Einigung zwischen dem Rat und dem Europäischen Parlament gekommen, eine Hilfszahlung in der Höhe von vier Milliarden Euro für Ägypten freizugeben.

„Diese Art des Umgangs mit dem Geld europäischer Steuerzahler ist ein Wahnsinn. Statt dringend notwendige Investitionen in den Mitgliedsstaaten zu tätigen, wird das Geld großzügig an Drittstaaten verteilt. Es handelt sich hier nicht um Peanuts, sondern um vier Milliarden Euro – offenbar glaubt man in Brüssel, im Geld zu schwimmen“, kritisiert Harald Vilimsky, der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament (APA-Bild unten).

Vilimsky weiter: „Wenn die EU tatsächlich über derartige finanzielle Spielräume verfügt, wäre es wohl an der Zeit, diese Mittel an die Mitgliedsstaaten zurückzugeben – etwa zur Entlastung der Bürger oder zur Bewältigung eigener Herausforderungen. Stattdessen wird immer wieder nach Wegen gesucht, den EU-Haushalt auszuweiten oder die Beiträge der Mitgliedsstaaten zu erhöhen, nur um dann weltweit finanzielle Hilfen zu verteilen.“

Der freiheitliche EU-Abgeordnete fordert ein radikales Umdenken: „Die Europäische Union muss aufhören, sich als globale Weltpolizei oder Weltrettungsorganisation zu inszenieren. Solange massive Probleme innerhalb der Union bestehen – von der Teuerung über Migration bis hin zur wirtschaftlichen Schieflage einzelner Länder – hat Brüssel die Pflicht, sich in erster Linie um die eigenen Mitgliedsstaaten zu kümmern.“

Credits: APA

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