Erster bekannter ÖVP-Politiker sagt: Kurz soll übernehmen

Erster bekannter ÖVP-Politiker sagt: Kurz soll übernehmen

Wenn es watschelt wie eine Ente, schwimmt wie eine Ente und quakt wie eine Ente, dann ist es wahrscheinlich eine Ente: Der oftmals abgestrittene Plan, Sebastian Kurz (38) wieder an die Spitze der ÖVP und wieder ins Kanzleramt zu bringen, dürfte doch existieren – zumindest läuft in Österreichs Innenpolitik derzeit alles so ab, dass die Umsetzbarkeit dieses Comeback-Plans immer einfacher wird.

Der Wahlgewinner FPÖ ist im Out, die SPÖ hat sich nun als Junior-Partner bereits mehrmals an die ÖVP angebiedert, ein ÖVP-Chef dürfte bei halbwegs normal ablaufenden Koalitionsgesprächen von Schwarz-Rot-Neos auch bald Kanzler sein.

Und damit ist der erfolgreiche Cyber-Security-Unternehmer und Konsulent Sebastian Kurz plötzlich einem ganz großen Ziel sehr nahe: Nur noch Christian Stocker müsste überzeugt werden, für ihn wieder den Platz freizumachen, den er ohnehin schon einmal erobert hat – den Job als ÖVP-Chef.

Engelberg: Kurz hat bewiesen, dass er Wahlen gewinnen kann

Dass es diesen Plan tatsächlich gibt und das „Projekt Ballhausplatz 2, jetzt aber richtig“ ernst zu nehmen ist, dafür mehren sich die Indizien – so hat nun der bekannte Wiener Ex-Nationalratsabgeordnete und Psychoanalytiker Martin Engelberg bei einem TV-Talk klar gesagt: „Die ÖVP-Basis schreit förmlich nach einer Rückkehr von Sebastian Kurz. Schließlich hat er zwei Mal eindrucksvoll bewiesen, dass er Wahlen gewinnen kann. Natürlich ist sein Image heute beschädigt, aber seine Zugkraft ist weiterhin ungebrochen und seine inhaltliche Positionierung genau richtig. Wenn sich die ÖVP zu 110% hinter ihn stellt und verspricht mit ihm durch dick und dünn zu gehen, dann könnte das Comeback klappen.“

Noch nicht so mutig wie Engelberg, wiederholten auch einige andere bekannte ÖVP-Politiker anonym diese Aussage ähnlich im Gespräch mit exxtra24. Und Wolfgang Rosam, der ÖVP-nahe Lobbyist und Herausgeber, hat schon am Vortag offen darüber gesprochen, dass ein Comeback von Sebastian Kurz nun gut möglich wäre.

Nur die Wirtschafts- und Korruptions-Staatsanwaltschaft (WKStA) könnte diesen Plan noch mit einer Anklage gegen Kurz durchkreuzen: Immerhin wird der Ex-Kanzler im Ermittlungsverfahren zur Inseraten-Causa als Beschuldigter geführt. Aber wer weiß schon, wie viele Monate diese Erhebungen der Justiz noch dauern.

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