Erdogans Schatten über Europa: Wie Islamistische Netzwerke heimlich erstarken

Erdogans Schatten über Europa: Wie Islamistische Netzwerke heimlich erstarken

Während Europa noch immer über seine Identität streitet, scheint der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf dem Kontinent sein eigenes politisch-religiöses Imperium auszubreiten. Ein alarmierender Befund, den der exxpress kürzlich aufdeckte: Islamistische Gruppen mit Erdogans Rückendeckung verbreiten rigide Weltsichten nahezu ungehindert im Herzen Europas.

Sich nicht abgrenzen, sondern ausbreiten

Ein aktuelles Beispiel: Ismail Hünerlice, einst Teil der vom türkischen Präsidenten geförderten Ismailaga-Sekte, die nach dem Tod ihres Gründers Mahmoud Ustaosmanoglu nun intern zerfällt. Hünerlice hat sich einer neuen Gruppierung namens Sura-i-Müceddidiyye angeschlossen, die laut Bericht von exxpress.at genauso hartlinerisch agiert wie die Ismailaga-Sekte selbst (exxpress.at).

Seine Botschaft ist klar abgrenzend: Christen und andere Nichtmuslime sollen keine Rollen in muslimischen Gesellschaften spielen. Das Verbot, sich an christlichen Bräuchen zu beteiligen, ist für diese Gruppe wirklich verbindlich – die Abgrenzung vom vermeintlich Fremden wird mit Nachdruck eingefordert. Das Ziel: Eine Art gated community nach Erdogan-Art mitten in Europa.

Islamismus in Österreich: Ausgerechnet im katholischen Pfarrsaal

Überraschend, aber leider wahr: Der Prediger Hünerlice trat im vergangenen Jahr gleich drei Mal in Österreich auf, so exxpress.at, und zwar zweimal in Wien-Simmering bei Verbindungshäusern der Ismailaga und einmal ausgerechnet am vierten Adventsonntag in einem katholischen Pfarrsaal in Marchtrenk, Oberösterreich. Eine geradezu provokante Inszenierung — scheinbar ohne Widerstand aus Politik oder Zivilgesellschaft.

In seinen Online-Kanälen hat der Prediger 1,3 Millionen Follower, denen er fundamentalistische und frauenfeindliche Lehren serviert. Darunter das Credo, dass Frauen kein Auto fahren dürfen, denn das sei „haram“ (verboten), wie exxpress.at zitiert. Da klingt die Botschaft, die mit Erdogans Rückhalt durch Europa gepumpt wird: Zurück in eine patriarchale Gesellschaft und weg von allen demokratischen Errungenschaften.

Feindbilder und Hass – offen propagiert

Besonders brisant ist Hünerlices Haltung gegenüber Juden und schiitischen Muslimen: Er bezeichnet diese Gruppen als „Kuffar“ (Ungläubige) und wünscht in einem erschreckenden Statement im Juni, dass Allah „die Ungläubigen töten lasse, inshallah“, so der Bericht. Eine klare Botschaft, die nicht nur religiöse Gegensätze schürt, sondern auch politische Konflikte anheizt.

Warum duldet Europa das?

Die Politik in Europa zeigt sich bislang hilflos bis devot gegenüber Erdogans Islamismus-Export. Es fehlt an klaren Maßnahmen, an einem Schutz der europäischen Werte und am Willen, die Ausbreitung solcher radikalen Ideologien zu stoppen. Wie exxpress.at kritisch bemerkt, nehmen viele Länder die islamistische Herausforderung nicht ernst genug – eine gefährliche Rücksichtnahme, die den Kontinent langfristig erschüttern könnte.

Quellen:

Credits: APA

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