Sollte uns das nun noch mehr Sorgen über den Mann im Weißen Haus machen? Donald Trump (78) postete nun auf seiner Social-Media-Plattform, dass er „in göttlicher Mission“ handle. Im Hintergrund steht bei diesem von Trump geposteten Bild Pepe the Frog, der in rechten Kreisen längst Kultstatus besitzt.
In einem mystisch aufgeladenen Bild, das der ehemalige US-Präsident am Mittwochabend auf seinem Netzwerk Truth Social veröffentlichte, inszeniert er sich selbst als „Mann mit göttlicher Mission“. Dabei taucht im Hintergrund ein Symbol auf, das in rechtsextremen Kreisen längst Kultstatus besitzt: Pepe the Frog.
Der Cartoon-Frosch, der seit Jahren von Alt-Right- und QAnon-Gruppen vereinnahmt wird, war Teil eines Bildes, das Trump mit den Worten zierte: „On a mission from God – nothing can stop what is coming“ (zu Deutsch: „Auf einer Mission von Gott – nichts kann aufhalten, was kommt“). Die Anspielung auf den Kultfilm The Blues Brothers wurde prompt von Anhängern der rechten Szene gefeiert – und löste sogar eine kleine Rallye bei einer Meme-Kryptowährung aus: Der Pepe-Coin ($PEPE) legte zeitweise um 8,5 Prozent zu und erreichte einen Marktwert von über 6 Milliarden Dollar.
Bewusste Provokation?
Offiziell erklärte Trump den Hintergrund des Posts nicht. Doch Beobachter sehen das Meme als direkte Reaktion auf das Urteil des US-Handelsgerichts, das kürzlich große Teile seiner „Liberation Day“-Zölle gekippt hatte. Die Wortwahl und Bildsprache deuten zudem auf eine bewusste Mobilisierung seiner treuesten Anhänger hin – insbesondere aus dem Lager der QAnon-Bewegung, die glaubt, Trump sei „von Gott auserwählt“, einen geheimen Kampf gegen eine angebliche Elite aus pädophilen Eliten in Regierung und Medien zu führen.
Pepe, Trump und der rechte Meme-Kult
Das besagte Bild stammt offenbar von einem Truth-Social-Nutzer namens @FruitSnacks, einem bekannten „Groyper“ – so nennen sich Anhänger des extremistischen Influencers und White-Supremacists Nick Fuentes. Fuentes war 2022 zusammen mit dem umstrittenen Rapper Kanye West zu einem Abendessen mit Trump in Mar-a-Lago geladen worden – ein Treffen, das scharfe Kritik weltweit auslöste.
@FruitSnacks hat in der Vergangenheit regelmäßig Verschwörungstheorien geteilt – unter anderem zur „Epstein-Client-Liste“, von der sich viele QAnon-Anhänger Enthüllungen über die Elite erhoffen. Doch zuletzt äußerte er auch Frust über Trump, weil die von QAnon prophezeiten „Massenverhaftungen“ bislang ausgeblieben seien.
Krypto-Effekt: Meme wird zum Marktimpuls
Die virale Kraft des Pepe-Memes hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Finanzwelt. Der $PEPE-Coin, eine Kryptowährung, die aus dem Alt-Right-Internetmilieu stammt, schoss nach dem Truth-Social-Post in die Höhe. Obwohl er später einen Teil der Gewinne wieder abgab, blieb ein Tagesplus von fast 6 % bestehen – ungewöhnlich hoch für einen rein spekulativen Token.
Auf Social Media explodierte die Reaktion. Nutzer mit Frosch-Avataren posteten euphorische Kommentare wie: „Trump-Vibes. Pepe-Power. Volle Degen-Energie.“ Ein Konto, das sich „PEPE OF THE UNITED STATES“ nennt, schrieb: „Er ist zurück, um memerikanische Größe wiederherzustellen.“
Der ehemalige Präsident pflegt seine Verbindung zu der digitalen Meme-Subkultur auch auf realer Bühne. Laut einer Recherche der Organisation Citizens for Responsibility and Ethics in Washington (CREW) zählten mindestens 50 der 220 Gäste bei Trumps exklusivem Meme-Coin-Galadinner zu Haltern von Pepe-Coins und ähnlichen Assets mit fragwürdigem politischen Hintergrund. Die Gäste wurden laut CREW danach ausgewählt, wer am meisten Geld in Trumps eigene Kryptowährung $TRUMP investiert hatte.

Credits: Screenshots
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