New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani sorgt für heftige Kritik, nachdem er den umstrittenen Aktivisten Mahmoud Khalil zu einem Ramadan-Dinner in die Gracie Mansion, die offizielle Residenz des Bürgermeisters, eingeladen hat. Khalil ist bekannt für seine provokanten Aussagen zum Hamas-Angriff am 7. Oktober, den er als einen Moment beschrieb, der „leider nicht zu vermeiden“ gewesen sei. Diese Einladung hat selbst beim Weißen Haus scharfe Ablehnung ausgelöst.
Ein besonderer Gast in der Bürgermeister-Residenz
Der Anlass war ein Iftar-Dinner, das abendliche Fastenbrechen im muslimischen Ramadan. Bürgermeister Mamdani und seine Frau Rama Duwaji begrüßten Khalil, dessen Ehefrau Noor und ihren Sohn Deen. Auf Instagram veröffentlichte der Bürgermeister ein Foto des gemeinsamen Abends und lobte seinen Gast. „Gestern Abend, als wir den ersten Jahrestag seiner Festnahme begangen haben, fühlten Rama und ich uns geehrt, Mahmoud, Noor und ihren Sohn Deen in der Gracie Mansion willkommen zu heißen, um gemeinsam das Brot zu brechen“, schrieb Mamdani. Er beschrieb das Jahr von Khalil als eines „tiefen Leids – und zugleich großen Mutes“.
Wer ist Mahmoud Khalil?
Wie die New York Post berichtet, ist Mahmoud Khalil ein in Syrien geborener Aktivist und ehemaliger Masterstudent an der Columbia University. Gegen ihn läuft aktuell ein Abschiebeverfahren. Im vergangenen Jahr wurde er von der US-Einwanderungsbehörde ICE festgenommen. Die Regierung wirft ihm vor, bei seinem Green-Card-Antrag betrogen zu haben. In seinem Fall kommt ein Gesetz zur Anwendung, das eine Abschiebung von Nicht-Staatsbürgern erlaubt, wenn deren Überzeugungen als Gefahr für die außenpolitischen Interessen der USA betrachtet werden. Nach rund drei Monaten im Bundesgefängnis entschied ein Richtergremium, dass Khalil sein Einwanderungsverfahren auf freiem Fuß weiterführen darf.
Bürgermeister Mamdanis entschiedene Verteidigung
Es ist nicht das erste Mal, dass Bürgermeister Mamdani den Aktivisten öffentlich verteidigt hat. Bei einer Pressekonferenz im Januar erklärte der Bürgermeister: „Ich sehe diesen Angriff auf ihn als Teil eines größeren Angriffs auf die Meinungsfreiheit – besonders dann, wenn diese genutzt wird, um politische Forderungen nach Menschenrechten zu unterstützen.“ Auch in seinem jüngsten Instagram-Beitrag bekräftigte Mamdani seine Unterstützung und stellte klar: „Mahmoud ist ein New Yorker – und er gehört nach New York City.“
Aussagen, die Empörung auslösten
Khalils Aussagen zum Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober haben für erhebliche Empörung gesorgt. In einem Interview sagte er: „Leider konnten wir einen solchen Moment nicht vermeiden.“ Weiter fügte er hinzu: „Für mich war es erschreckend, dass wir in diesem palästinensischen Kampf an diesen Punkt gelangen mussten.“ Das Weiße Haus verurteilte diese Äußerungen und wertete sie als weiteres Beispiel dafür, dass Khalil die Taten der Hamas verharmlost.
Nach seiner Freilassung nahm Khalil an einer Anti-Israel-Kundgebung in New York teil. Dort zitierte er die letzten Worte von Anas al-Sharif, einem als Al-Jazeera-Korrespondent und mutmaßlichem Hamas-Mitglied bezeichneten Mann, der bei einem israelischen Luftangriff ums Leben kam.
Quellen: exxpress.at, New York Post, Instagram
Credits: APA
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