Donald Trump kennt keine Gnade. Kaum sitzt der 79-Jährige wieder fest im Sattel, lässt er die ehrwürdigen Hallen des Weißen Hauses nach seinem ganz persönlichen Geschmack umgestalten. Doch diesmal geht es nicht um goldene Vorhänge, sondern um eine offene Abrechnung. Wie BILD berichtet, hängen in der berühmten Präsidentengalerie nun Gedenktafeln, die es in sich haben und für ordentlich Zündstoff sorgen.
Wut-Tafeln statt würdiges Gedenken
Die neuen Texte unter den Porträts lesen sich weniger wie historische Einordnungen, sondern eher wie wütende Posts auf Trumps Plattform „Truth Social“. Laut Sprecherin Karoline Leavitt, die sich gegenüber dem US-Sender CNN äußerte, hat der Präsident tatsächlich höchstpersönlich zur Feder gegriffen: „Die Gedenktafeln enthalten eindrucksvolle Beschreibungen der einzelnen Präsidenten und ihres Vermächtnisses. Viele davon wurden direkt vom Präsidenten selbst verfasst.“ Der Tonfall ist dabei unverkennbar: wütend, laut und durchsetzt mit Großbuchstaben.
Gnadenlose Attacke auf „Sleepy Joe“
Besonders hart trifft es Joe Biden. Dem 83-Jährigen wird nicht einmal mehr ein Gesicht in der Ahnengalerie gegönnt. Statt eines Porträts hängt dort lediglich das Foto einer Unterschriftenmaschine. Darunter prangen gleich zwei Tafeln mit einem vernichtenden Urteil: „Sleepy Joe Biden war bei weitem der schlechteste Präsident in der amerikanischen Geschichte.“
Weiter heißt es im Text, der vor Ausrufezeichen nur so strotzt: Biden habe das Amt durch die „korrupteste Wahl“ aller Zeiten erlangt und die Nation durch eine „Reihe beispielloser Katastrophen“ an den Rand der Zerstörung gebracht. Als Beispiele werden Inflation, illegale Migration sowie die Kriege in der Ukraine und Israel angeführt, die laut Tafeltext durch Bidens „zerstörerische Schwäche“ erst ermöglicht wurden.
Trump feiert sich als Retter
Während die Vorgänger ihr Fett wegkriegen, spart Trump bei sich selbst nicht mit Lob. Auf den Tafeln wird in triumphaler Manier verkündet: „Aber trotz allem wurde Präsident Trump mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt, um AMERIKA ZU RETTEN!“ Er inszeniert sich dort als Überlebender von Mordversuchen und politischer Verfolgung, der nun eine „Goldene Ära“ eingeleitet habe.
Auch Obama und Clinton werden gedemütigt
Nicht nur Biden steht im Fadenkreuz. Barack Obama wird auf seiner Tafel betont mit vollem Namen als „Barack Hussein Obama“ bezeichnet und als „eine der umstrittensten politischen Figuren“ der Geschichte abqualifiziert. Bei Bill Clinton findet sich der spöttische Hinweis, der eigentlich nichts mit dessen Amtszeit zu tun hat: „Im Jahr 2016 verlor Präsident Clintons Ehefrau Hillary die Präsidentschaftswahl an Präsident Donald J. Trump!“ Selbst Parteifreund George W. Bush bleibt nicht verschont und wird für seine Kriege im Irak und Afghanistan kritisiert.
Quellen: BILD.de, CNN, Reuters, AP
Credits: APA
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