Einigen reicht’s: So viele Österreicher wollen wieder einen Kaiser

Einigen reicht’s: So viele Österreicher wollen wieder einen Kaiser

Ein Bundespräsident, der deutlich an Beliebtheit verloren hat, politische Parteien, die nach dreimonatigen Verhandlungen nur Chaos hinterließen, eine Koalitionsregierung, die ein 30-Milliarden-Budgetloch vor der Wahl verheimlicht hat, ein Totalversagen des Staates bei der Abschiebung von kriminellen Nicht-Österreichern: Kein Wunder, dass da einige Staatsbürger sich eine politische Situation wünschen, wie sie diese aus „Sisi und Franzl“-Filmen kennen – einen „guten“ Kaiser, einen „netten“ Despoten (was die Habsburger in der Realität so nie waren).

Jedenfalls zeigt eine aktuelle Umfrage des Linzer Market-Instituts im Auftrag des Standard: 5 % der Österreicher wollen „unbedingt“ wieder einen Kaiser oder König als formelles Staatsoberhaupt, und weitere 5 % sehen das auch sehr positiv. 9 % würden diese Entwicklung weder positiv noch negativ sehen, 75 % möchten kein Comeback der Kaiser-Familie. Das beruhigt dann doch: So sind noch immer die meisten Österreicher Republikaner und für eine Demokratie.

In dieser Studie (800 Befragte) wollten die Demoskopen auch noch wissen, ob die Funktion des Bundespräsidenten aufgewertet werden sollte – wie dies jetzt schon in Frankreich oder in den USA stattfindet: 49 % der Befragten sehen das negativ oder eher negativ, nur 5 % wollen das unbedingt.

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