Die österreichische Staatsbürgerschaft ist begehrter denn je! Laut aktuellen Daten von Statistik Austria haben in den ersten drei Quartalen 2025 insgesamt 17.649 Menschen den begehrten roten Pass erhalten. Das bedeutet einen Anstieg von satten 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch wer sind diese neuen Österreicher, und was steckt hinter dem Boom?
NS-Opfer und Nachkommen: Die größte Gruppe
Ein Blick auf die Statistik zeigt: Die größte Gruppe unter den Eingebürgerten sind Nachkommen von NS-Opfern. Ganze 6.745 Personen – das sind 38,2 Prozent aller neuen Staatsbürger – fallen in diese Kategorie. Besonders bemerkenswert: Fast alle von ihnen leben im Ausland. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Gesetzesänderung, die Nachfahren von NS-Opfern die Möglichkeit einer Doppelstaatsbürgerschaft einräumt. Seit der Einführung dieser Regelung sind die Zahlen kontinuierlich gestiegen.
Syrer, Türken und Afghanen: Die zweitgrößte Gruppe
Die zweitgrößte Gruppe bilden Menschen, die seit mindestens sechs Jahren in Österreich leben. Sie machen 31,2 Prozent der Eingebürgerten aus. Besonders auffällig: Viele von ihnen stammen aus Syrien (19,1 Prozent), gefolgt von der Türkei (10,8 Prozent) und Afghanistan (8,0 Prozent). Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung von Integration und langfristigem Aufenthalt für den Erwerb der Staatsbürgerschaft.
Junge und Frauen im Fokus
Ein weiteres Highlight: 32,3 Prozent der neuen Staatsbürger sind unter 18 Jahre alt, und der Frauenanteil liegt bei genau 50 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass die Einbürgerungspolitik nicht nur auf Erwachsene abzielt, sondern auch auf die nächste Generation.
Rechtsanspruch dominiert
Interessant ist auch, dass mehr als drei Viertel der Einbürgerungen (76,7 Prozent) auf einem gesetzlichen Rechtsanspruch basieren. Dazu zählen Menschen mit mindestens sechsjährigem Wohnsitz in Österreich, Ehepartner von Österreichern und Personen mit besonderen Integrationsleistungen. Wie oe24.at berichtet, wurden allein 5.511 Personen aufgrund ihrer nachhaltigen Integration eingebürgert.
Credits: APA
Quellen: Statistik Austria, oe24
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