Dubai im Visier: Iranische Drohnen treffen Flughafen, Burj al Arab und Jebel Ali Port

Dubai im Visier: Iranische Drohnen treffen Flughafen, Burj al Arab und Jebel Ali Port

Als Vergeltung für die US-israelischen Luftangriffe hat der Iran Dubai mit Drohnen und Raketen attackiert. Der weltgrößte Flughafen für internationalen Verkehr wurde getroffen, evakuiert und geschlossen. Die Bilder aus der Luxusmetropole sind erschütternd.

Panik am meistfrequentierten Flughafen der Welt

Szenen, die niemand je mit Dubai in Verbindung gebracht hätte: Passagiere flüchten in Panik durch rauchgefüllte Korridore, Feuerwehrsirenen heulen, menschenleere Gates. Am Samstagabend traf eine iranische Drohne Terminal 3 des Dubai International Airport (DXB) – dem meistfrequentierten Flughafen der Welt für internationalen Verkehr. Wie Dubai Airports offiziell bestätigte, wurde ein Abflugterminal „geringfügig beschädigt“ – der Schaden war jedoch groß genug, um eine vollständige Evakuierung auszulösen.

Vier Mitarbeiter des Flughafens wurden laut dem Dubai Media Office verletzt und medizinisch versorgt. Bis Sonntagmittag (15:00 Uhr Ortszeit) bleibt der Airport gesperrt. Emirates-Airlines und Flydubai suspendierten sämtliche Verbindungen. Tausende Passagiere sitzen laut Gulf News gestrandet in der Stadt.

Burj al Arab und Palm Jumeirah in Flammen

Nicht nur der Flughafen geriet ins Visier. Wie France24 und mehrere internationale Agenturen berichten, wurde das weltberühmte Segelhotel Burj al Arab von einer iranischen Drohne getroffen – eines der bekanntesten Wahrzeichen Dubais überhaupt. Das 321 Meter hohe Luxushotel auf einer künstlichen Insel steht seither in der Weltpresse.

Ebenso traf es die Palm Jumeirah: Das Fairmont The Palm Hotel stand in Flammen, dichter schwarzer Rauch stieg über dem ikonischen künstlichen Inselkomplex auf, wie AFP-verifiziertes Videomaterial zeigt. Vier Menschen wurden im Bereich Palm Jumeirah verletzt. Auch der Hafen von Jebel Ali – einer der größten Containerhäfen der Welt – war betroffen: Dort brach nach dem Einschlag von Drohnentrümmern ein Brand aus.

346 Raketen und Drohnen – Großteil abgefangen

Das Ausmaß des iranischen Angriffs auf die Vereinigten Arabischen Emirate ist gewaltig. Wie das emiratische Verteidigungsministerium mitteilte, feuerte der Iran insgesamt 137 ballistische Raketen und 209 Drohnen auf das Land ab. Die Luftabwehr schlug 132 Raketen sowie 195 Drohnen ab, fünf Raketen fielen ins Meer. 14 Drohnen schlugen dennoch auf emiratischem Gebiet ein und verursachten Sachschäden.

In Abu Dhabi wurde laut Arab News ein pakistanischer Zivilist durch herabfallende Trümmer getötet, sieben weitere Personen wurden verletzt. Das Ministerium verurteilte die Angriffe als „feigen Akt“, der darauf abziele, die Stabilität der Nation zu erschüttern und Zivilleben zu gefährden.

Emirates sagt alle Flüge ab – Österreicher und Touristen betroffen

Die Konsequenzen für Reisende sind massiv. Emirates und Flydubai haben ihren Betrieb bis auf Weiteres eingestellt. Auch Air India strich mehrere internationale Verbindungen – darunter den Flug Wien–Bengaluru, wie aus der Airline-Mitteilung hervorgeht. Die US-Botschaft in Abu Dhabi und das US-Konsulat in Dubai riefen alle amerikanischen Staatsbürger zur sofortigen Notunterkunft auf. Schulen in Dubai und Abu Dhabi wurden auf Distance-Learning umgestellt.

Wie Bloomberg mit Blick auf die Lage zusammenfasst: „Dubais Alptraumszenario ist Realität geworden.“

Kontext: Vergeltung für US-israelische Schläge

Die Angriffe auf Dubai sind Irans Reaktion auf die koordinierten Luftschläge der USA und Israels am selben Tag auf iranische Ziele – darunter Teheran, Isfahan und mehrere Militäranlagen. Der Iran hatte nach Beginn der Angriffe erklärt, alle amerikanischen und israelischen Interessen in der Region seien „legitime Ziele“. Die VAE beherbergen mehrere US-Militärbasen und gelten als enger Partner Washingtons.


Quellen: oe24.at, Dubai Media Office (offizielles Statement), France24, Gulf News, Arab News, UAE Ministry of Defence, Bloomberg, Business Standard (01.03.2026)

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