Die nächste Belastung für die Geldbörsen der Österreicher steht offenbar vor der Tür: Ein neuer Gesetzesentwurf aus dem Finanzministerium könnte Mineralwasser und andere Getränke deutlich teurer machen. Besonders brisant: Selbst Pfandflaschen, die eigentlich recycelt werden, könnten von der geplanten Plastikabgabe betroffen sein. Das sorgt nicht nur bei Konsumenten, sondern auch in der Getränkeindustrie für Unmut.
Plastiksteuer trifft auch Pfandflaschen
Wie die Presse berichtet, war die ursprüngliche Idee der Regierung klar: Eine Steuer auf nicht recycelbare Kunststoffverpackungen sollte sowohl die Umwelt schützen als auch die Staatskasse füllen. Doch der aktuelle Entwurf geht weiter als erwartet. Nun sollen auch Pfandflaschen, die seit 2025 Teil eines aufwendigen Recyclingsystems sind, in die Abgabe einbezogen werden. Das Ziel? Rund 175 Millionen Euro sollen so eingenommen werden, um die geplante Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zu finanzieren.
Getränkeindustrie schlägt Alarm
Die Getränkeindustrie zeigt sich entsetzt. Ein Branchenmanager erklärte gegenüber der Presse, dass die Einführung des Pfandsystems bereits immense Kosten verursacht habe – ein „dreistelliger Millionenbetrag“ sei investiert worden. Nun drohen weitere Belastungen, die unweigerlich an die Konsumenten weitergegeben würden. Ein Beispiel: Eine günstige Flasche Mineralwasser, die derzeit 39 Cent kostet, könnte bald 45 Cent kosten – ein Anstieg von über 15 Prozent.
Kritik an der Regierung
Die geplante Abgabe steht im Widerspruch zu den Zielen der Regierung, die Inflation zu bekämpfen und die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Kritiker werfen der Regierung vor, mit der neuen Steuer die ohnehin angespannte finanzielle Lage vieler Haushalte weiter zu verschärfen. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die auf nachhaltige Verpackungen setzen“, so ein Brancheninsider.
Was bedeutet das für die Konsumenten?
Für die Österreicher könnte die neue Steuer eine weitere Belastung im Alltag bedeuten. Bereits jetzt kämpfen viele mit steigenden Lebenshaltungskosten. Sollte die Plastikabgabe tatsächlich kommen, könnten nicht nur Mineralwasser, sondern auch andere Getränke spürbar teurer werden. Die Frage bleibt: Wie viel Belastung können die Konsumenten noch tragen?
Quellen: exxpress.at, Die Presse
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