Dänemark steht Kopf. Nur zwei Tage nach dem Drohnen-Alarm am Flughafen Kopenhagen sorgt ein ähnlicher Vorfall in Aalborg für Aufsehen. Der Flughafen musste am Mittwochabend komplett schließen, wie die Polizei der Region Nordjütland auf der Plattform X bestätigte. Doch das ist noch nicht alles: Auch andere Flughäfen und ein Militärstützpunkt waren betroffen. Was steckt hinter dieser mysteriösen Drohnen-Attacke?
Aalborg im Ausnahmezustand
Am Mittwochabend, gegen 21:44 Uhr, wurden Drohnen in der Nähe des Flughafens Aalborg gesichtet. Die Polizei sperrte den Luftraum und leitete Flüge um. Laut dem Vertriebs- und Marketingdirektor des Flughafens, Martin Svendsen, waren mindestens drei Flüge betroffen. „Die Drohnen waren mit eingeschaltetem Licht gut sichtbar“, erklärte Polizeichef Jesper Bøjgaard. Gegen 3 Uhr morgens war der Spuk vorbei – die Drohnen verschwanden so plötzlich, wie sie aufgetaucht waren.
Weitere Flughäfen betroffen
Doch damit nicht genug: Auch an den Flughäfen Esbjerg, Sønderborg und dem Militärstützpunkt Skrydstrup wurden Drohnen gesichtet. Besonders brisant: In Skrydstrup sind hochmoderne Kampfjets vom Typ F-16 und F-35 stationiert. Die Polizei und das Militär ermitteln fieberhaft, wer hinter den Vorfällen steckt. „Wir schließen nichts aus“, so die Behörden.
Ein Angriff auf die Infrastruktur?
Bereits am Montagabend hatte ein ähnlicher Vorfall den Flughafen Kopenhagen lahmgelegt. Rund 100 Flüge wurden gestrichen, Zehntausende Passagiere waren betroffen. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sprach von einem „schweren Anschlag auf die kritische Infrastruktur“. Auch ein Zusammenhang mit Russland wird nicht ausgeschlossen. Laut der Zeitung „Berlingske“ könnten die Drohnen von einem russischen Schiff aus gesteuert worden sein.
Drohnen – die unsichtbare Gefahr
Die Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die wachsende Bedrohung durch Drohnen. Experten warnen, dass solche Angriffe die Sicherheit von Flughäfen und militärischen Einrichtungen massiv gefährden können. „Wir müssen besser vorbereitet sein“, forderte ein Sprecher der dänischen Regierung.
Quellen: oe24.at, Spiegel, 20min.ch, SRF, ZDF, Bild
Credits: APA
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