Drohnen-Abwehr: So schützt sich Österreich vor der unsichtbaren Gefahr

Foto: Bundesheer/WENZEL Andy
Drohnen-Abwehr: So schützt sich Österreich vor der unsichtbaren Gefahr

Immer mehr Drohnensichtungen im europäischen Luftraum sorgen für immer mehr Spekulationen und Reaktionen – ein Szenario, das auch Österreich betreffen könnte. Generalmajor Gerfried Promberger, Airchief des Bundesheeres, warnt: „Es ist nicht die Frage, ob es zu einem Zwischenfall kommt, sondern nur wann.“ Doch wie ist Österreich auf den Ernstfall vorbereitet?

Kleine Drohnen, große Gefahr: Flughäfen im Visier

Kleine Drohnen, die den Flugverkehr stören, stellen eine ernsthafte Bedrohung dar. Laut Promberger wird in solchen Fällen der Betrieb an Flughäfen sofort eingestellt, um Risiken zu minimieren. Anschließend kommen sogenannte „Jammer“ zum Einsatz – Geräte, die die Steuerung der Drohne durch elektronische Störsignale unterbrechen. Diese Methode wurde bereits erfolgreich getestet, wie oe24.at berichtet.

„Goldhaube“: Österreichs Radar gegen große Drohnen

Für größere Drohnen hat Österreich ein Ass im Ärmel: das Radar-System „Goldhaube“. Dieses erkennt Flugobjekte frühzeitig, noch bevor sie den österreichischen Luftraum erreichen. So bleibt genug Zeit, um zu reagieren. Auch die EU- und NATO-Partner könnten eingreifen, doch darauf will sich Österreich nicht verlassen, wie Generalmajor Promberger gegenüber oe24.at betont.

Eurofighter: Die letzte Verteidigungslinie

Sollte eine Drohne dennoch in den österreichischen Luftraum eindringen, stehen die Eurofighter bereit. Diese können die Drohne an der Grenze „empfangen“ und identifizieren. Dabei wird zunächst ein Beweisfoto gemacht, um den Typ des Flugobjekts zu bestimmen. Ein Abschuss erfolgt nur, wenn die Drohne eine direkte Bedrohung darstellt. „Warum soll ich etwas abschießen, das niemanden bedroht?“, fragt Promberger und verweist auf die Verhältnismäßigkeit (Quelle: oe24.at).

Drohnen-Offensive: Österreich rüstet auf

Im Aufbauplan 2032+ des Bundesheeres sind umfangreiche Drohnen-Anschaffungen vorgesehen. Bis 2032 sollen rund 1.000 „Rucksack“-Drohnen für Aufklärungszwecke bereitstehen. Diese sollen vor allem zur Überwachung und Informationsgewinnung dienen, wie oe24.at berichtet.

Quelle: oe24.at
Credits: Bundesheer/WENZEL Andy

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