Dompfarrer Faber mit brisanten Aussagen: „Leute im Gemeindebau von Kopftüchern umzingelt“

Von C.Stadler/Bwag - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=140495883
Dompfarrer Faber mit brisanten Aussagen: „Leute im Gemeindebau von Kopftüchern umzingelt“

Der Wiener Dompfarrer Toni Faber, bekannt für seine Volksnähe und als schillernde Figur des kirchlichen Lebens, sorgt mit ungewöhnlich direkten Worten für Aufsehen. In einem Interview spricht er offen über die Sorgen der Bevölkerung, das Priesteramt und seine eigene fehlbare Vergangenheit.

Klare Worte zur gesellschaftlichen Realität

Im Videopodcast „Message Macht Medien“ von Medienexperte Gerald Fleischmann auf „krone.tv“ fand Faber deutliche Worte zur aktuellen Stimmung im Land. „Wenn ich mit normalen Menschen im Gemeindebau spreche, die sich nur mehr von Kopftüchern umzingelt vorkommen und niemanden mehr, in der Volksschulklasse oder in der Mittelschule haben, wo das Kind Religionsunterricht auf katholisch bekommt, weil die absolute Mehrheit nur mehr muslimischen bekommt, wirds diese Bedrängnisse geben“, zitiert ihn der Exxpress. Der Geistliche sieht die Notwendigkeit, mit politischen Kräften zusammenzuarbeiten, die christliche Werte fördern wollen. Gleichzeitig beklagt er, dass eine Familie mit drei oder vier Kindern heute „als Alien angeschaut“ werde.

Persönliche Einblicke und der Wunsch nach Nähe

Faber, der sich selbst als „sakrale Prominenz“ bezeichnet, betonte im Gespräch seine Absicht, bewusst volksnah zu agieren und die Menschen zu erreichen. Seine eigene Fehlbarkeit sei dabei kein Hindernis – im Gegenteil. Der Entzug seines Führerscheins wegen Alkohol am Steuer vor 15 Jahren, so Faber, sei ihm zunächst sehr unangenehm gewesen. Er habe befürchtet, diesen Stempel nie wieder loszuwerden. Doch das Gegenteil sei der Fall gewesen, wie der Exxpress berichtet: „Weil alle Menschen mir zutrauen dass ich ein Mensch aus Fleisch und Blut bin. Mit Stärken und Fehlern bin.“

Zölibat kein unumstößliches Gesetz

Auch zu kircheninternen Dogmen äußerte sich der Dompfarrer reformorientiert. Den verpflichtenden Zölibat für Priester hält er nicht für unumstößlich. Damit positioniert er sich in einer der meist diskutierten Debatten innerhalb der katholischen Kirche.

Quellen: exxpress.at, krone.tv, religion.orf.at, erzdioezese-wien.at
Credits: C.Stadler/Bwag – Eigenes Werk / Wikipedia

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