Die Regeln für Asylwerber in Österreich werden deutlich verschärft. Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) zieht die Zügel an und präsentiert eine weitreichende Reform der Deutschkurse. Das Ziel ist klar: Wer hier leben will, muss die Sprache sprechen – und zwar auch so, wie sie auf der Straße gesprochen wird.
Dialekt statt nur Hochdeutsch
Flüchtlinge sollen künftig nicht nur klassisches Hochdeutsch lernen. Ab dem Sprachniveau B1 rücken regionale Dialekte und der praktische Sprachgebrauch in den Fokus. Wer sich im Alltag integrieren will, muss schließlich auch verstehen, wie die Menschen in den Bundesländern tatsächlich sprechen.
Harte Strafen für Schulschwänzer
Die Ministerin macht deutlich, dass die Zeiten der reinen Freiwilligkeit vorbei sind. Fast 10.000 unentschuldigte Kursabbrüche gab es laut oe24.at allein im letzten Jahr. Damit ist jetzt Schluss. Es werden verpflichtende Selbstlernzeiten eingeführt, die direkt in die Leistungsbeurteilung einfließen. Wer seine Hausübungen nicht macht oder dem Unterricht fernbleibt, muss mit harten Sanktionen rechnen. Diese reichen von Sozialleistungskürzungen bis hin zum kompletten Kursausschluss. „Wer Fortschritte machen will, muss auch daheim lernen“, erklärte Bauer laut den Berichten.
Flexibilität für Berufstätige
Gleichzeitig wird das System aber auch für jene verbessert, die wirklich wollen. Laut dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) wird das Angebot an Abendkursen und Online-Klassen stark ausgebaut. Arbeiten und Deutschlernen dürfen kein Gegensatz mehr sein. Für Eltern mit Betreuungspflichten gibt es zudem eine begleitende Kinderbetreuung, in der auch die Kleinsten bereits sprachlich gefördert werden.
Eigene Lernräume für alle
Da nicht jeder Flüchtling zu Hause den nötigen Platz oder die Ruhe zum Lernen hat, stellt der ÖIF künftig eigene Selbstlernräume zur Verfügung. Zudem sollen in allen Niveaus digitale Grundkompetenzen vermittelt werden. Die Reform zeigt einen klaren Weg: Mehr Unterstützung für Fleißige, aber null Toleranz für jene, die sich der Integration verweigern.
Quelle: oe24.at, Kurier
Credits: APA
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