Wann greift Wiens Bürgermeister Michael Ludwig ein und zieht die Notbremse? „Wir bei Lazarsfeld haben die SPÖ bei nur noch 18 %. Die Partei wird von ihrem Vorsitzenden Andreas Babler massiv heruntergezogen“, sagt aktuell der bekannte Demoskop Werner Beutelmeyer. Zum Vergleich: Im Juni 2022 lag die SPÖ mit Pamela Rendi-Wagner noch bei 27 %.
Vor noch nicht allzu langer Zeit – vor drei Jahren – wurde die damalige SPÖ-Vorsitzende von der ultralinken Minderheit der Partei dafür kritisiert, dass die SPÖ auf „nur“ 27 % in den aktuellen Umfragen käme, bei der Kanzlerfrage lag Pamela Rendi-Wagner gleich auf mit Karl Nehammer (ÖVP), Herbert Kickl (FPÖ) war damals im Juni 2022 noch auf 13 % (jetzt bei 26 %).
„Wirkt wie ein völlig überforderter Bürgermeister einer Kleingemeinde“
Jetzt warnt auch der bekannte Meinungsforscher Werner Beutelmeyer vor einem weiteren heftigen Absturz der SPÖ unter Andreas Babler. Der Chef der Lazarsfeld Gesellschaft sagt dazu auf oe24.at: „Wir bei Lazarsfeld haben die SPÖ sogar nur bei 18 %. Die Partei wird von ihrem Vorsitzenden Andreas Babler massiv heruntergezogen, seine persönlichen Werte sind dramatisch, er wirkt wie ein völlig überforderter Bürgermeister einer Kleingemeinde. Die Leute trauen ihm einfach nicht zu, dass er dem Amt gewachsen ist.“
Dieser Eindruck der permanenten Überforderung wird vom Vizekanzler auch noch selbst bestätigt: So hat sich Babler zusätzlich – exxtra24 berichtete – zu seinen 20 (!) Medienmitarbeitern auch noch um 6000 Euro Steuergeld eine externe Beratung für seinen 50-minütigen Auftritt in der ORF-Pressestunde gegönnt, wie nun die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage belegt. Der prominente und von vielen Genossen sehr geschätzte Ex-Nationalratsabgeordnete Josef Cap sagte dazu treffend: „Wenn einer jemanden braucht, der ihm die Inhalte vorbereitet und dann auch noch jemanden braucht, der ihm erklärt, wie er die Inhalte sagen soll, dann kann ja gleich wer anderer hingehen. Dann ist er nicht die glücklichste Besetzung in der Politik.“
Der Absturz der einst für Österreich bedeutenden Sozialdemokratie könnte aber noch weitere Gründe haben: So stimmte die SPÖ als Koalitionspartner der ÖVP sogar für eine Mehrbelastung der Pensionisten und Familien mit. Außerdem kommt von der einst stets Aufrüstungs-kritischen Partei keine Kritik an der aktuellen Bestellung von zwölf Unterschall-Kampf- und Trainings-Jets um 1,1 Milliarden Euro Steuergeld durch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) – die „Sozialfighter“ wurden offenbar mit der Regierungs-Beteiligung lahmgelegt.
Credit: APA
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