Am Samstag, den 24. Januar 2026, fand in Graz eine Demonstration gegen den Akademikerball statt. Laut Angaben der Polizei nahmen zwischen 400 und 500 Personen an dem Protest teil, der von der Initiative „Offensive gegen Rechts Graz“ organisiert wurde. Die Veranstaltung verlief weitgehend friedlich.
Protestzug durch die Grazer Innenstadt
Die Demonstration begann um 16:00 Uhr am Mariahilferplatz. Von dort aus zogen die Teilnehmer mit Transparenten wie „Burschis, nein Danke“ und „Siamo tutti antifascisti“ durch die Innenstadt. Die Route führte über den Lendkai, die Erzherzog-Johann-Brücke und die Neutorgasse bis zum Hauptplatz, wo eine Kundgebung stattfand. Während des Protests kam es zu Verkehrsbehinderungen, und mehrere Straßenbahnlinien mussten umgeleitet oder kurzzeitig gestoppt werden, wie oe24.at berichtet.
Hintergrund des Akademikerballs
Der Akademikerball wird von jungen Mitgliedern der Grazer Studentenverbindungen organisiert und als „Abend in stilvollem Ambiente“ beworben. Veranstalter ist der „Verein zur Förderung des steirischen Brauchtums und des Kulturwesens“. Kritiker, darunter die „Offensive gegen Rechts Graz“, sehen den Ball jedoch als Treffpunkt für deutschnationale und rechtsextreme Gruppen.
Sicherheitsmaßnahmen und Platzverbot
Um mögliche Konfrontationen zwischen Demonstranten und Ballbesuchern zu vermeiden, verhängte die Polizei ein Platzverbot rund um den Veranstaltungsort Grazer Congress. Innerhalb der Sperrzone durften sich nur Anrainer, Ballbesucher und Einsatzkräfte aufhalten. Der Einlass zum Ball begann um 19:00 Uhr. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Sicherheit zu gewährleisten, wie oe24.at berichtet.
Rückblick auf Vorfälle
Die Sicherheitsvorkehrungen wurden auch aufgrund eines Vorfalls im Jahr 2025 verstärkt. Damals wurde ein Ballbesucher auf dem Heimweg angegriffen und schwer verletzt. Der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter läuft derzeit in Graz, so oe24.at.
Credits: APA
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