CPAC Budapest: Orbán sammelt Europas Rechte – drei Wochen vor der Wahl

CPAC Budapest: Orbán sammelt Europas Rechte – drei Wochen vor der Wahl

Wenn Geert Wilders, Herbert Kickl, Alice Weidel und Javier Milei auf einer Bühne stehen, ist das kein Zufall. Die CPAC Hungary 2026 war mehr als eine politische Konferenz – sie war eine Machtdemonstration, und Orbán hat sie bewusst so inszeniert.

600 Gäste aus 51 Ländern – und ein klares Ziel

Wie das ungarische Portal Origo.hu berichtet, reisten über 600 internationale Gäste aus 51 Ländern zur fünften CPAC Hungary nach Budapest. Die Konferenz, die vom regierungsnahen Alapjogokért Központ (Zentrum für Grundrechte) ausgerichtet wird, gilt als wichtigster Treffpunkt des internationalen Rechtspopulismus. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Ungarns Parlamentswahl findet am 12. April statt.

US-Präsident Donald Trump sandte eine Videobotschaft, in der er laut Hungary Today seine „vollständige Unterstützung“ für Orbán bei den Wahlen ausdrückte und betonte, Ungarn unter Orbán habe bewiesen, dass Grenzen verteidigt werden könnten. US-Vizepräsident J.D. Vance, der zunächst erwartet worden war, wird laut Außenminister Péter Szijjártó erst Anfang April nach Budapest kommen.

Orbáns Rede: Brüssel als Feindbild, MEGA als Schlachtruf

In seiner Eröffnungsrede zeichnete Orbán ein klares Weltbild. Wie Hungarian Conservative berichtet, erklärte er, die patriotischen Kräfte seien auf dem Vormarsch – in den USA durch Trump, in Südamerika durch Milei und Kast, in Europa durch die wachsenden rechtspopulistischen Parteien. In ein bis zwei Jahren werde die gesamte westliche Welt „in nationalen Farben erstrahlen“.

Brüssel bezeichnete Orbán als Hauptgegner: Die EU-Kommission finanziere föderalistische Kräfte, mische sich in nationale Wahlen ein – auch in Ungarn – und stelle die Ukraine über die Interessen der Europäer. Mit dem Schlachtruf „Make Europe Great Again!“ beendete er seine Rede.

Bundeskanzler Friedrich Merz ließ Orbán in seiner Aufzählung befreundeter Staatschefs demonstrativ aus. Stattdessen lobte er laut Junge Freiheit Alice Weidel als „tapferste politische Anführerin Europas“ und beklagte, es sei heute „schwer, in Deutschland Patriot zu sein“.

Kickl, Weidel, Wilders – das Who’s Who der europäischen Rechten

Unter den Hauptrednern war auch FPÖ-Chef Herbert Kickl, der laut dem ungarischen Portal Index dazu aufrief, „die Zivilisation vor einer Politik zu schützen, die Europa von innen zerstört“. Kickl sprach von einem „Wind des Wandels“, der die Eliten aus den Ämtern fegen werde.

Weidel bezeichnete Orbán laut Berliner Zeitung als „Leuchtfeuer der Freiheit“ und sprach von einem „gewaltigen Wind des Wandels“ in Europa. Geert Wilders erklärte laut Index, die CPAC-Teilnehmer seien mehr als Verbündete – sie bildeten eine „Bruderschaft“, zusammengehalten durch die Überzeugung, dass die westliche Zivilisation unter Bedrohung stehe.

Der tschechische Premierminister Andrej Babiš hatte seine Teilnahme kurzfristig absagen müssen – er kehrte nach Prag zurück, nachdem er von einem mutmaßlichen Terroranschlag in Tschechien erfahren hatte.


Quellen:

  • exxpress.at: „Make Europe Great Again“ – Orbán gibt Richtung vor (21.03.2026)
  • Hungarian Conservative: PM Orbán at CPAC Hungary – „We are fighting for the soul of the Western world“ (21.03.2026)
  • Hungary Today: Viktor Orbán Opens CPAC Hungary 2026 With Rousing Speech (21.03.2026)
  • Euronews DE: Alice Weidel in Budapest – Europas Rechte sammelt sich hinter Orbán (21.03.2026)
  • Junge Freiheit: Orbán straft Merz in CPAC-Eröffnungsrede ab – und lobt Weidel (21.03.2026)
  • Berliner Zeitung: Weidel nennt Orbán in Budapest ein „Leuchtfeuer der Freiheit“
  • Index.hu: CPAC Hungary 2026 – percről percre (21.03.2026)
  • Telex: Patriots‘ Grand Assembly and fifth CPAC Hungary (18.03.2026)

Credits: APA

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x