Cobra-Polizist unter Verdacht: Star-Anwältin spricht von Unfall

Cobra-Polizist unter Verdacht: Star-Anwältin spricht von Unfall

Im Fall der getöteten Johanna G. (34) aus Tillmitsch sorgt die Verteidigung des tatverdächtigen Cobra-Polizisten Manuel M. (30) für Aufsehen. Die bekannte Wiener Strafverteidigerin Astrid Wagner hält die Unfallversion ihres Mandanten für plausibel. Doch die Ermittlungen werfen weiterhin viele Fragen auf.

Ein tragischer Abend im Auto

Laut den Aussagen des Beschuldigten soll es am Abend des 9. Jänner in seinem Auto zu einem „einvernehmlichen Sexwürgespiel“ gekommen sein. Dabei habe er seinen Polizei-Gürtel um den Hals der Fitnesstrainerin gelegt und an der Nackenstütze des Fahrzeugs befestigt. Zunächst habe nur er, später auch die Frau daran gezogen. Der Druck soll schließlich zum Tod der 34-Jährigen geführt haben. Statt Hilfe zu rufen, habe der Polizist in Panik gehandelt und die Leiche in einem Waldstück nahe seines Elternhauses vergraben, wie „Heute“ berichtet.

Anwältin überzeugt von Unfallversion

Astrid Wagner, die den Beschuldigten in der Justizanstalt besuchte, erklärte gegenüber der APA, dass die Schilderungen ihres Mandanten glaubwürdig seien. „Mein Mandant ist nach dem Unfall in Panik verfallen und hat Unsinn gemacht“, so Wagner. Sie betonte, dass weder bei Johanna G. noch bei Manuel M. Abwehrverletzungen festgestellt wurden, was für einen Unfall spreche.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Staatsanwaltschaft Graz hält sich zu den Details des vorläufigen Obduktionsergebnisses bedeckt. Auch die genauen Umstände des Todes und der Tatort bleiben unklar. Medienberichten zufolge soll Johanna G. möglicherweise schwanger gewesen sein, doch auch dazu gibt es bislang keine Bestätigung. Die nächste Haftverhandlung ist in knapp zwei Wochen angesetzt.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quellen: oe24.at, heute.at
Credits: APA

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