Die westkanadische Provinz British Columbia hat eine Entscheidung getroffen, die weltweit für Aufsehen sorgt: Ab sofort wird hier nicht mehr an der Uhr gedreht. Gouverneur David Eby verkündete, dass die Uhren am kommenden Wochenende zum letzten Mal eine Stunde vorgestellt werden – und das war’s dann. „Es geht darum, das Leben für Familien einfacher zu machen, Störungen für Geschäfte zu reduzieren und eine stabile, blühende Wirtschaft zu unterstützen“, erklärte Eby laut der FAZ.
Ein globales Thema mit Zündstoff
Die Zeitumstellung, ursprünglich eingeführt, um das Tageslicht besser zu nutzen, steht seit Jahren in der Kritik. Kritiker zweifeln den Energiespareffekt an, und auch gesundheitliche Nachteile wie Schlafstörungen werden immer wieder in den Raum gestellt. Während British Columbia nun Nägel mit Köpfen macht, liegt das Thema in der EU weiterhin auf Eis. Wie die Krone berichtet, hatte die EU-Kommission bereits 2018 einen Gesetzentwurf vorgelegt, der ein Ende der Zeitumstellung vorsah. Doch Uneinigkeit unter den Mitgliedsstaaten verhinderte die Umsetzung.
Yukon als Vorreiter
Interessanterweise ist British Columbia nicht die erste kanadische Region, die diesen Schritt wagt. Die benachbarte Provinz Yukon hat die Zeitumstellung bereits 2020 abgeschafft. Kanada, das ohnehin in sechs Zeitzonen unterteilt ist, zeigt damit, dass es auch anders geht. Weltweit wird über die Abschaffung der Zeitumstellung diskutiert, doch konkrete Maßnahmen bleiben vielerorts aus.
Ein europäischer Flickenteppich?
In Europa droht ein Chaos, sollte die Zeitumstellung abgeschafft werden. Wie die FAZ berichtet, könnten unterschiedliche Zeitzonen innerhalb der EU den Handelsverkehr erheblich beeinträchtigen. Österreich beispielsweise favorisiert eine dauerhafte Sommerzeit, doch eine einheitliche Lösung scheint in weiter Ferne.
Ein mutiger Schritt
British Columbia setzt ein Zeichen und zeigt, dass Veränderung möglich ist. Ob andere Regionen diesem Beispiel folgen werden, bleibt abzuwarten.
Quellen: exxpress.at, FAZ, Krone
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