Während viele Österreicher den Gürtel enger schnallen müssen, genehmigte die Regierung ihren Kabinettsmitarbeitern im letzten Quartal 2025 üppige Bonuszahlungen. Es sollen insgesamt 79.148 Euro an zusätzlichen Prämien in die Taschen der Regierungsmitarbeiter geflossen sein. Diese Enthüllung, basierend auf einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ, sorgt für heftige Kritik.
Großzügige Zahlungen in mehreren Ministerien
Die Verteilung der Gelder wirft Fragen auf. Spitzenreiter bei den Bonuszahlungen war das Verteidigungsministerium unter Klaudia Tanner (ÖVP). Hier wurden 39.400 Euro an 34 Mitarbeiter des Kabinetts und des Generalsekretariats verteilt, was einem Durchschnitt von 1.159 Euro pro Person entspricht.
Auch in anderen Ressorts saß das Geld locker. Das Wirtschaftsministerium unter Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) zahlte 14.280 Euro aus, wobei man erklärte, dass darin auch Belohnungen anlässlich des Weihnachtsfestes enthalten seien. Dicht dahinter folgt das Außenministerium mit 14.205 Euro. Das Justizministerium unter Anna Sporrer (SPÖ) überwies immerhin noch 6.723 Euro an zehn Mitarbeiter. Kleinere Beträge flossen zudem im Kulturressort (1.100 Euro), im Verkehrsministerium (800 Euro) und im Gesundheitsressort (200 Euro).
FPÖ kritisiert „Selbstbedienungsladen“
Die Freiheitliche Partei, die diese Zahlen durch ihre Anfragen ans Licht brachte, reagiert empört. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz kritisierte die Regierung scharf: „Während die Österreicher geschröpft werden, gönnen manche Minister ihren Mitarbeitern auch noch üppige Bonuszahlungen.“ Er fragt sich, wofür diese Prämien eigentlich gezahlt wurden – für Rekordschulden, eine Pleitewelle oder Rekordarbeitslosigkeit?
Schnedlitz bezeichnete die Regierung als „den größten und teuersten Selbstbedienungsladen aller Zeiten“ und forderte ein sofortiges Ende dieser Praxis. Die aktuellen Zahlen erfassen nur das vierte Quartal 2025, wodurch die Gesamtsumme der jährlichen Bonuszahlungen noch deutlich höher ausfallen könnte, da viele Ressorts ihre Prämien in anderen Quartalen auszahlen.
Quelle: oe24.at
Credits: APA
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