Eine beispiellose Serie an brutalen Übergriffen erschüttert unsere Hauptstadt. Neun Jugendliche terrorisierten völlig wehrlose Passanten auf offener Straße. Nun fielen die ersten Urteile am Wiener Landesgericht, und das Resultat löst bei vielen Beobachtern schlichtweg Fassungslosigkeit aus.
Horror im Vogelweidpark
Die Details der Taten lassen einem das Blut in den Adern gefrieren. Wie die Krone berichtet, liefen die Angriffe nach einem unfassbar grausamen Muster ab. Ein auf Social Media geteiltes Video aus dem Wiener Vogelweidpark zeigt, wie ein 18-Jähriger von der Gruppe massiv misshandelt wird. Der Bursche liegt blutüberströmt am Boden und fleht verzweifelt um Gnade. Doch die Täter zeigen keinerlei Mitleid und treten weiter gezielt gegen seinen Kopf. Ein Angreifer würgt das Opfer schließlich mit dem Ellbogen bis zur völligen Bewusstlosigkeit. Die Staatsanwaltschaft klagte diesen extremen Vorfall sogar als versuchten Mord an.
Gezielte Jagd auf die Schwächsten
Die Bande suchte sich systematisch Menschen aus, die sich ohnehin kaum wehren können. Wie Heute berichtet, machten die Jugendlichen rund um den Westbahnhof gezielt Jagd auf Obdachlose und Suchtkranke. Auch sogenanntes „Pädo-Hunting“ stand auf dem Programm der Gruppe. Dabei nutzte die Bande laut BVZ ein 15-jähriges Mädchen als Lockvogel auf der Plattform Snapchat. Sie köderte Männer für angebliche Treffen. Am vereinbarten Ort warteten dann die Burschen, prügelten brutal auf die Opfer ein und raubten sie aus. Die Staatsanwaltschaft betonte vor Gericht klar, dass keines dieser Opfer tatsächlich einen pädophilen Hintergrund hatte. Die Jugendlichen filmten all diese Taten mit und verbreiteten die Videos stolz im Internet, um sich vor anderen zu beweisen.
Milde Strafen für brutale Gewalt
Angesichts dieser extremen Gewaltexzesse fallen die richterlichen Entscheidungen überraschend milde aus. Die Strafen für die ersten sechs Verurteilten reichen von lediglich acht Monaten bedingter Haft bis hin zu 18 Monaten teilbedingt. Das Brisante daran: Kein einziger dieser Täter muss nach dem Urteil einen weiteren Tag hinter Gittern verbringen. Den unbedingten Teil ihrer Haftstrafen haben sie bereits durch die Zeit in der Untersuchungshaft vollständig verbüßt.
Das 15-jährige Mädchen, das die Opfer in die Falle lockte, kam mit fünf Monaten bedingter Haft davon. Die Verteidigung spielte die Vorfälle herunter und sprach vor Gericht lediglich von falschen Entscheidungen der jungen Menschen. Die Staatsanwältin gab zu den milden Urteilen vorerst keine Erklärung ab. Wir werden bald sehen, wie der Fall weitergeht, denn der Prozess gegen die drei Hauptangeklagten wird Anfang April fortgesetzt.
Quellen: Exxpress, Krone, Heute, BVZ
Credits: APA
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