Ein Jahr voller Erfolge für das Amt für Betrugsbekämpfung (ABB): Mit 154 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen hat die Behörde 2025 einen Rekord aufgestellt. Doch hinter den Zahlen stecken spektakuläre Fälle und dreiste Betrüger.
Millionen durch Betrugsjagd
Das ABB, eine zentrale Einheit des Finanzministeriums, hat 2025 nicht nur 411 Scheinunternehmen entlarvt, sondern auch 7.288 Finanzstrafverfahren abgeschlossen. Insgesamt wurden 51.000 Arbeitnehmer in fast 26.000 Betrieben kontrolliert. Dabei sicherten die Ermittler 92,5 Terabyte an Beweisdaten und führten 128 Hausdurchsuchungen durch. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) betonte: „Betrugsbekämpfung ist ein Beitrag zur Gerechtigkeit und stärkt die Steuermoral.“
Dreiste Fälle: Von Schwarzarbeit bis Glücksspiel
Ein besonders dreister Fall ereignete sich in Wels: Ein Tankstellenbetreiber versteckte zwei Glücksspielautomaten in einem Wellblechverschlag. Die Finanzpolizei beschlagnahmte die Geräte, dem Betreiber drohen bis zu 20.000 Euro Strafe. „Hier geht es nicht nur um Steuern, sondern auch um den Schutz der Spieler“, erklärte ABB-Vorstand Christian Ackerler.
Auch im Bereich Schwarzarbeit schlugen die Ermittler zu: Ein Unternehmen beschäftigte illegal Arbeitskräfte aus dem Ausland und hinterzog Sozialversicherungsbeiträge. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Bei einer Razzia wurden 660.000 Euro Bargeld, Luxusuhren und Gold sichergestellt.
Hightech gegen Steuerbetrug
Moderne Datenanalysen halfen, einen Softwareentwickler zu überführen, der Registrierkassen manipulierte. Gastronomen konnten damit Umsätze verschleiern. Der Schaden: 12,6 Millionen Euro. Der Entwickler wurde zu zwei Millionen Euro Geldstrafe und zwei Jahren Haft verurteilt.
Ein Spürhund für Bargeld
Ein Highlight der Ermittlungen war der Einsatz eines Bargeld-Spürhundes. Bei einer Unternehmerfamilie, die mehrere Taxifirmen betrieb, fand der Hund 60.000 Euro verstecktes Bargeld. Die Familie steht im Verdacht, über Jahre hinweg Steuern in Millionenhöhe hinterzogen zu haben.
Quellen: oe24.at, bmf.gv.at, spoe.at, heute.at, ooe.orf.at, nachrichten.at
Credits: APA
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