Berlin-Neukölln: Jugendamt soll Vergewaltigung aus Rücksicht auf Täter verschwiegen haben

Berlin-Neukölln: Jugendamt soll Vergewaltigung aus Rücksicht auf Täter verschwiegen haben

Ein erschütternder Fall aus dem Berliner Bezirk Neukölln erschüttert Deutschland: Eine 16-Jährige wurde in einem städtischen Jugendzentrum mutmaßlich vergewaltigt — und weder das Jugendzentrum noch das zuständige Jugendamt erstatteten Anzeige. Jetzt steht der Verdacht der bewussten Vertuschung im Raum.

Vergewaltigung, Erpressung, Gruppentat

Wie Bild und t-online berichten, ereignete sich der erste mutmaßliche Übergriff bereits im November 2025: Ein 16-jähriges Mädchen soll im Garten des Jugendzentrums Wutzkyallee in Neukölln von einem arabischstämmigen 17-Jährigen vergewaltigt worden sein. Der Täter soll die Tat gefilmt und das Mädchen anschließend damit erpresst haben — Schweigen als Preis. Die 16-Jährige schwieg.

Im Januar 2026 eskalierte die Situation laut Cicero weiter: Neun Jugendliche arabischer Abstammung sollen das Mädchen in einen Raum getragen und dort gemeinsam sexuell missbraucht haben, während einer die Tür bewachte. Das Jugendzentrum wurde nicht tätig. Auch die Polizei wurde nicht gerufen. Erst als sich das Mädchen dem benachbarten Mädchenzentrum anvertraute, begann die Sache aufzufliegen.

Das Jugendamt und der Verdacht der Vertuschung

Laut einer eidesstattlichen Erklärung von Mitarbeitern des Mädchenzentrums, über die zunächst der Tagesspiegel berichtete und die anschließend ZDF Frontal und t-online aufgriffen, soll eine Jugendamtsmitarbeiterin eine Anzeige bewusst verhindert haben — aus Angst vor einer „Marginalisierung der Tätergruppe“. Sinngemäß soll sie gesagt haben, dass die muslimischen Jugendlichen bereits genug im Visier der Polizei stünden und ein Generalverdacht verhindert werden müsse.

Zudem soll das Jugendamt laut Apollo News unter Berufung auf Tagesspiegel und ZDF Frontal eine von der Leiterin des Mädchenzentrums, Sevil Yildirim, vorgeschlagene Polizeibeamtin abgelehnt haben — weil diese zu „hart“ gegen muslimische Jugendliche vorgehe.

Das Jugendamt wusste dem Bezirksamt Neukölln zufolge seit dem 28. Januar 2026 von den Vorfällen. Die zuständige Linken-Bezirksstadträtin Sarah Nagel erfuhr davon erst am 2. März — über einen Monat später. Strafanzeige wurde vom Jugendamt keine gestellt. Erst als sich das Mädchen einer Präventivbeamtin der Polizei anvertraute, schaltete diese das Landeskriminalamt ein.

Politische Konsequenzen und laufende Ermittlungen

Nagel wies anfangs alle Vertuschungsvorwürfe zurück: „Der Hintergrund der Täter spielte zu keinem Zeitpunkt eine Rolle.“ Wenige Wochen später räumte sie gegenüber der Deutschen Presse-Agentur „gravierende fachliche Fehler“ ein. Eine betroffene Jugendamtsmitarbeiterin wurde vom Bezirksamt versetzt und freigestellt, wie der RBB berichtet. Eine unabhängige Kommission soll den Fall aufarbeiten.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) erklärte auf X: Wer eine Vergewaltigung aus „falsch verstandener kultureller Toleranz“ vertuscht habe, habe in einem öffentlichen Amt nichts verloren. Jugend-Staatssekretär Falko Liecke (CDU) legte gegenüber Bild nach: „Es ist ein Unding, dass hier offensichtlich die muslimischen Täter geschützt werden, um sie nicht zu stigmatisieren, und das Opfer wird im Stich gelassen.“

Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen Stadträtin Nagel selbst — wegen des Verdachts der Strafvereitelung. Das Jugendzentrum Wutzkyallee ist bis auf weiteres geschlossen.

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